Über 110 Nobelpreisträger fordern Freilassung für kranke Aktivisten im Iran

Über 112 Nobelpreisträger fordern die sofortige Freilassung der iranischen Menschenrechtsaktivistin Narges Mohammadi, die mit ernsten gesundheitlichen Bedenken ins Krankenhaus eingeliefert wurde.
Mehr als 110 Nobelpreisträger haben einen dringenden internationalen Appell herausgegeben, in dem sie die sofortige und bedingungslose Freilassung von Narges Mohammadi, einer prominenten iranischen Menschenrechtsaktivistin und Trägerin des Friedensnobelpreises, fordern, nachdem sie aus dem Zanjan-Gefängnis in ein Teheraner Krankenhaus verlegt wurde. Die kollektive Erklärung stellt ein beispielloses Zeichen der Solidarität der weltweiten wissenschaftlichen und humanitären Gemeinschaft dar und unterstreicht den Ernst ihrer medizinischen Situation und die internationale Besorgnis über ihre anhaltende Inhaftierung.
Mohammadi, die seit langem als eine der lautstärksten Befürworterinnen Irans für Menschenrechte und bürgerliche Freiheiten gilt, wurde ins Krankenhaus verlegt, nachdem sich ihr Gesundheitszustand während der Haft erheblich verschlechtert hatte. Gefängnisbeamte nannten dringende medizinische Bedenken als Grund für ihren Krankenhausaufenthalt, was bei internationalen Beobachtern, die ein Muster unzureichender medizinischer Versorgung politischer Gefangener in iranischem Gewahrsam dokumentiert haben, die Alarmglocken schrillen ließ.
Die am Dienstag von der Koalition der Nobelpreisträger veröffentlichte Erklärung repräsentiert Stimmen aus verschiedenen Disziplinen, darunter Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Friedensforschung. Diese geschätzten Wissenschaftler und Aktivisten äußerten ihre tiefe Besorgnis über Mohammadis sich rapide verschlechternde körperliche Verfassung und forderten sowohl die iranischen Behörden als auch die breitere internationale Gemeinschaft auf, „unverzüglich“ einzugreifen, um ihre bedingungslose Freilassung sicherzustellen und ihr den Zugang zu angemessener medizinischer Behandlung zu gewährleisten.


