29 Tote bei Angriff auf Fußballplatz in Nigeria

Bewaffnete Männer griffen einen Fußballplatz im nigerianischen Bundesstaat Adamawa an und töteten dabei mindestens 29 Menschen. Die Gewalt setzt eine besorgniserregende Welle der Unruhen im ganzen Land fort.
Nach Angaben von Staatsbeamten, die den tragischen Vorfall am Montag bestätigten, sind bei einem verheerenden Angriff im Nordosten Nigerias mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen. Der Fußballplatzangriff ereignete sich am Sonntag im Bundesstaat Adamawa, einer Region, die seit langem von Gewalt und Instabilität geplagt wird. Lokale Zeugen und Gemeindemitglieder berichten, dass die bewaffneten Männer gezielt junge Menschen angegriffen haben, die sich zum Fußballspielen versammelt hatten, was den jüngsten in einer Reihe schrecklicher Sicherheitsvorfälle in Afrikas bevölkerungsreichstem Land darstellt.
Der Angriff ereignete sich im Bundesstaat Adamawa, der an Kamerun grenzt und aufgrund der anhaltenden Konflikte zwischen mehreren bewaffneten Gruppen immer gefährlicher geworden ist. Die Region hat sich einen düsteren Ruf als Gewalt-Hotspot in Nigeria erworben, wo dschihadistische Gruppen und kriminelle Banden relativ ungestraft agieren. Neben extremistischen Bedrohungen kommt es im Staat auch zu schwerer kommunaler Gewalt aufgrund von Landstreitigkeiten und Ressourcenkonflikten, wodurch ein komplexes Sicherheitsumfeld entsteht, das sich für die Behörden als schwierig zu bewältigen erwiesen hat.
Der Vorfall vom Sonntag stellt ein weiteres Kapitel in einem umfassenderen Muster der Gewalt dar, das Nigeria in den letzten Monaten erfasst hat. Diese Schießerei auf dem Fußballplatz ist besonders besorgniserregend, da sie sich gezielt gegen Zivilisten richtete, die Freizeitaktivitäten nachgingen, was auf bewusste Versuche hindeutet, in den Gemeinden Angst zu schüren. Die gezielte Bekämpfung junger Menschen, die sich zu einer Sportveranstaltung versammelt hatten, unterstreicht, wie wahllos und tief im Alltag Gewalt in der Region verankert ist.
Quelle: The Guardian


