Über 400 Tiere aus vernachlässigtem Schutzgebiet in Kalifornien gerettet

Die San Diego Humane Society rettet über 400 Tiere aus dem Schutzgebiet Villa Chardonnay, das vor dem Bankrott steht und unter schrecklichen Bedingungen, einschließlich Unterernährung, leidet.
Im Rahmen einer bedeutenden Tierschutzmaßnahme haben die Behörden erfolgreich mehr als 400 Tiere aus einem kalifornischen Tierheim gerettet, das unter immer schlimmeren Bedingungen betrieben wurde. Die San Diego Humane Society führte die groß angelegte Rettungsaktion in der Villa Chardonnay im Julian-Gebiet des San Diego County durch, nachdem Berichte über weit verbreitete Vernachlässigung und unzureichende Pflege gemeldet wurden. Die Einrichtung, die seit ihrer Gründung im Jahr 2003 verschiedenen Tierarten Zuflucht geboten hatte, wurde nach dem Eingriff schließlich geschlossen, da die Untersuchungen zu den Abläufen und Finanzen des Schutzgebiets andauerten.
Zu den geretteten Tieren gehörten verschiedenste Arten, darunter Pferde, Katzen, Hunde, Ziegen und zahlreiche andere Tiere, die auf dem weitläufigen Grundstück gelebt hatten. Berichten der Rettungsaktion zufolge litten viele der Tiere unter schwerwiegenden gesundheitlichen Komplikationen, darunter Unterernährung und verschiedenen unbehandelten Verletzungen, die sie sich über längere Zeiträume zugezogen hatten. Die in der Einrichtung festgestellten Bedingungen wurden von Beamten als „entsetzlich“ beschrieben, da auf dem gesamten Gelände des Schutzgebiets unzureichende Ressourcen, unzureichende Unterkünfte und ein allgemeiner Mangel an ordnungsgemäßen Tierhaltungspraktiken zu beobachten seien.
Die Rettungsaktion fand inmitten eines komplexen Insolvenzstreits statt, der die Eigentums- und Managementstruktur des Schutzgebiets betraf. Finanzielle Schwierigkeiten plagten Villa Chardonnay schon seit einiger Zeit und führten dazu, dass die Organisation Schwierigkeiten hatte, ausreichende Mittel für die tierärztliche Versorgung, die Ernährung und die Instandhaltung der Einrichtungen aufrechtzuerhalten. Diese finanziellen Herausforderungen trugen erheblich zu den sich verschlechternden Bedingungen bei, die letztendlich ein groß angelegtes Eingreifen von Tierschutzbehörden und Organisationen erforderlich machten, die sich dem Schutz gefährdeter Tiere widmen.
Quelle: The Guardian


