Über 50.000 deutsche Studenten planen Streik gegen Aufrüstung

Deutsche Schüler organisieren einen landesweiten Schulboykott aus Protest gegen die militärische Expansionspolitik der Regierung und riskieren trotz Warnungen Ausschluss und Strafen.
In ganz Deutschland nimmt der Aktivismus von Studenten immer mehr zu, da Zehntausende junge Menschen sich darauf vorbereiten, ihre Klassenzimmer zu verlassen, um gegen die umstrittene Aufrüstungspolitik der Regierung zu protestieren. Die Organisatoren dieser beispiellosen bundesweiten Demonstration haben ihre Position deutlich gemacht: Der koordinierte Schulstreik soll verhindern, dass die Regierungspolitik junge Deutsche in das verwandelt, was sie als „Kanonenfutter“ für militärische Konflikte bezeichnen.
Das Ausmaß dieser von Jugendlichen geführten Bewegung ist für die Behörden immer schwieriger zu ignorieren. Die Organisatoren gehen zuversichtlich davon aus, dass der am Freitag geplante Schulstreik eine mindestens ebenso große Teilnehmerzahl anziehen wird wie die beiden vorangegangenen Demonstrationen, an denen jeweils schätzungsweise 50.000 Schüler teilnahmen. Diese konstante Wahlbeteiligung spiegelt die große Besorgnis junger Deutscher über die Militärausgaben und die Aufrüstungsentwicklung ihrer Regierung wider.
Trotz erheblichen institutionellen Widerstands und strenger Warnungen sowohl von Lehrerverbänden als auch von Bildungsministerien lassen sich Studentenorganisatoren von der Androhung schwerwiegender Konsequenzen nicht abschrecken. Beamte haben ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Schülern, die während der Schulzeit an Demonstrationen teilnehmen, erhebliche Strafen drohen, einschließlich eines möglichen Ausschlusses aus ihren Bildungseinrichtungen. Doch diese Warnungen konnten den Enthusiasmus der studentischen Protestbewegung nicht dämpfen, für die viel zu viel auf dem Spiel steht, um zu schweigen.
Quelle: The Guardian


