52-Millionen-Pfund-Sozialwohnungskrise trifft britischen Anbieter

Der Zusammenbruch der Heylo Housing Group gefährdet 3.500 Sozialwohnungen und 52 Millionen Pfund an öffentlichen Mitteln. Von BlackRock unterstützte Unternehmen treten in die Verwaltung ein.
Ein schwerer Schlag für Englands Sozialwohnungssektor: Mehr als 52 Millionen Pfund an öffentlichen Mitteln sind nach dem teilweisen Zusammenbruch eines der am schnellsten wachsenden Wohnungsanbieter des Landes nun ernsthaft gefährdet. Die Situation hat ein dringendes Eingreifen der Regierung ausgelöst und kritische Fragen zur Aufsicht und Rechenschaftspflicht innerhalb der bezahlbaren Wohnungswirtschaft aufgeworfen.
Zwei Investmentgesellschaften, die unter dem Dach der Heylo Housing Group tätig sind, sind in die Insolvenz gegangen und haben in der gesamten Regulierungslandschaft Alarmglocken schrillen lassen. Die Gruppe, die erhebliche Unterstützung vom großen Vermögensverwalter BlackRock erhalten hat, befindet sich nun im Zentrum einer möglicherweise folgenreichsten Immobilienkrise des Jahres. Beamte der staatlichen Wohnungsbauaufsichtsbehörde bemühen sich derzeit intensiv darum, eine Rettungsvereinbarung auszuhandeln, die die Steuerzahler vor erheblichen finanziellen Verlusten bewahren würde.
Die möglichen Folgen sind erschreckend. Sollten die Verhandlungen nicht zu einer tragfähigen Lösung führen, könnten etwa 3.500 Sozialwohnungen, die derzeit unter dem Dach von Heylo Housing verwaltet werden, in den privaten Sektor überführt werden, was die Landschaft der Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für Tausende von Bewohnern grundlegend verändern würde. Dieses Ergebnis würde einen verheerenden Rückschlag für die ehrgeizige Sozialwohnungsagenda der Regierung bedeuten und wahrscheinlich gefährdete Gemeinschaften verdrängen, die auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen sind.
Quelle: The Guardian

