Abramovich verklagt Jersey vor Europäischem Menschenrechtsgerichtshof

Roman Abramovich erhebt rechtliche Schritte beim EGMR wegen eingefrorener Vermögenswerte in Höhe von 5,3 Milliarden Pfund aus dem Chelsea-Verkauf und bestreitet damit die Ermittlungen der Behörden von Jersey.
In einer erheblichen rechtlichen Eskalation hat Roman Abramovich ein Verfahren beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eingeleitet und behauptet, dass die von den Jersey-Behörden durchgeführten Ermittlungsmaßnahmen seine grundlegenden Menschenrechte verletzt hätten. Der Schritt stellt eine große Herausforderung für die laufende Untersuchung der Finanzgeschäfte des russischen Oligarchen dar und stellt eine dramatische Wendung im langwierigen Streit um die Vermögenswerte des Milliardärs und deren Verfügung dar.
Der ehemalige Eigentümer des Chelsea Football Club, der aufgrund seiner angeblichen Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin weiterhin umfassenden Sanktionen der britischen Regierung unterliegt, sieht sich derzeit mit einer von Jersey-Beamten eingeleiteten strafrechtlichen Untersuchung konfrontiert. Im Mittelpunkt dieser Ermittlungen stehen schwerwiegende Vorwürfe im Zusammenhang mit Korruption und Geldwäsche in seinem Finanzimperium, die zu einer Klage bei Europas führender Menschenrechtsinstitution führen.
Mehreren Berichten zufolge haben Abramovichs Rechtsvertreter das Einfrieren von Vermögenswerten in Höhe von etwa 5,3 Milliarden Pfund – Einnahmen aus dem viel beachteten Verkauf des Chelsea FC – als grundsätzlich „unfair und missbräuchlich“ bezeichnet. Die Anwälte machen geltend, dass das Einfrieren der Vermögenswerte einen rechtswidrigen Eingriff in die Eigentumsrechte und Rechtsansprüche ihres Mandanten gemäß den internationalen Menschenrechtsgesetzen darstellt.


