Der Sohn des gefeierten iranischen Regisseurs trotzt der Staatspropaganda

In einem trotzigen Schritt wehrt sich der Sohn des berühmten iranischen Filmemachers Abbas Kiarostami gegen den Versuch der Regierung, das Erbe seines Vaters für Kriegspropaganda zu nutzen.
Die iranische Regierung versuchte, aus dem Vermächtnis des gefeierten Filmemachers Abbas Kiarostami Kapital zu schlagen, um ihre Kriegserzählung zu verbreiten, aber sein Sohn Bahman Kiarostami schlug schnell zurück und weigerte sich, die Arbeit seines Vaters durch den Staat auszubeuten.
Abbas Kiarostami war eine überragende Figur des Weltkinos, gefeiert für seine poetischen, kontemplativen Filme, die einen einzigartigen Einblick in die Welt boten Iranische Gesellschaft. Sein plötzlicher Tod im Jahr 2016 hinterließ eine Lücke in der Kulturlandschaft des Landes, und die Regierung sah offenbar eine Gelegenheit, seinen ikonischen Status auszunutzen.
Laut Bahman Kiarostami wandten sich die Behörden an die Familie und baten darum, im Haus seines verstorbenen Vaters eine Veranstaltung zum Gedenken an den Jahrestag des Iran-Irak-Krieges abzuhalten. Der Krieg, der von 1980 bis 1988 dauerte, ist ein entscheidender Moment in der iranischen Geschichte, auf den sich die Regierung häufig beruft, um Patriotismus zu wecken und Unterstützung zu gewinnen.
Quelle: The New York Times


