Afghanischer Kriegsveteran stirbt in US-Einwanderungsgewahrsam: Familie fordert Rechenschaftspflicht

Der tragische Tod des afghanischen Asylbewerbers und US-Militärveteranen Mohammad Nazeer Paktyawal in ICE-Haft löst Empörung aus und erfordert eine umfassende Untersuchung.
Mohommad Nazeer Paktyawal, ein afghanischer Asylbewerber und ehemaliger US-Militärdolmetscher, ist weniger als 24 Stunden nach seiner Festnahme im Gewahrsam der US-Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) gestorben. Paktyawals Familie und Interessengruppen fordern nun eine umfassende Untersuchung der Umstände seines frühen Todes.
Paktyawal, 43, lebte seit mehreren Jahren in den Vereinigten Staaten, nachdem er aus Afghanistan geflohen war, wo er als Dolmetscher für US-Streitkräfte gearbeitet hatte. Trotz seines Dienstes an der Seite amerikanischer Truppen befand sich Paktyawal in einer rechtlichen Schwebe, als er in den USA Asyl beantragte. Seine Familie sagt, er sei von der ICE festgenommen worden, als er versuchte, seine Arbeitserlaubnis zu verlängern.
Befürworter und Menschenrechtsgruppen haben Paktyawals Tod verurteilt und ihn als tragisches Beispiel für die Gefahren bezeichnet, denen Einwanderer und Asylsuchende im US-Haftsystem ausgesetzt sind. Sie argumentieren, dass sein Militärdienst und sein verletzlicher Status als Flüchtling ihm mehr Schutz und Mitgefühl seitens der Behörden hätten gewähren sollen.
Quelle: Al Jazeera


