Air-France-Flug wegen Ebola-Reisebeschränkungen nach Kanada umgeleitet

Ein Air-France-Flug nach Detroit wurde nach Montreal umgeleitet, nachdem ein Passagier aus der Demokratischen Republik Kongo aufgrund neuer Ebola-Beschränkungen irrtümlich an Bord gegangen war.
Bei einem Air France-Flug, der von einem internationalen Drehkreuz in Richtung Detroit, Michigan, flog, kam es am Mittwoch zu einer unerwarteten Kursänderung, als die Luftfahrtbehörden feststellten, dass ein Passagier aus der Demokratischen Republik Kongo unter Verstoß gegen die neu eingeführten Ebola-Virus-Reisebeschränkungen in das Flugzeug einsteigen durfte. Die Entscheidung, das Flugzeug nach Montreal (Kanada) umzuleiten, wurde von Beamten der US-amerikanischen Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) in Abstimmung mit der Fluggesellschaft schnell getroffen. Dies stellt einen weiteren bedeutenden Vorfall im Rahmen der laufenden Bemühungen zur Eindämmung einer potenziellen Krankheitsübertragung über internationale Grenzen hinweg dar.
Beamten des CBP zufolge ereignete sich die Situation, als bei den Kontrollprotokollen vor dem Flug festgestellt wurde, dass der Passagier angesichts der aktuellen Einreisebeschränkungen, die speziell darauf ausgelegt waren, das Risiko einer Ebola-Übertragung zu mindern, nicht an Bord des Flugzeugs hätte gehen dürfen. In einer von einem CBP-Sprecher veröffentlichten Erklärung wurde der Protokollverstoß dargelegt und betont, dass verstärkte Sicherheitsmaßnahmen ergriffen worden seien, um genau diese Art von Situation zu verhindern. Dem Passagier, dessen genaue Identität und Reisedokumente aus Datenschutzgründen geheim gehalten werden, gelang es, die ersten Boarding-Prozeduren zu bewältigen, ohne auf die in den letzten Monaten immer strengeren Reisebeschränkungen aufmerksam zu machen.

