Albanischer Botschafter verurteilt Sündenbock in britischen Medien

Der albanische Botschafter Uran Ferizi kritisiert rechte Medien und Politiker dafür, dass sie Albaner in der Einwanderungsdebatte zu Unrecht ins Visier nehmen, und verweist auf reale Konsequenzen.
Uran Ferizi, Albaniens Botschafter im Vereinigten Königreich, hat eine scharfe Kritik an dem geübt, was er als systematische Sündenböcke albanischer Bürger durch rechte Medien und politische Persönlichkeiten bezeichnet. In einem ausführlichen Brief, der in der Zeitung Guardian veröffentlicht wurde, äußert Ferizi seine tiefe Besorgnis über den wachsenden Trend, Albaner im öffentlichen Diskurs über Einwanderungspolitik und Fragen der nationalen Sicherheit herauszugreifen.
Die Intervention des Botschafters erfolgt zu einer Zeit, in der sich die Einwanderungsdebatten in britischen politischen Kreisen intensiviert haben und mehrere hochrangige Persönlichkeiten kontroverse Aussagen über Asylbewerber und Ausländer machen. In Ferizis Brief geht es speziell um das, was er als ungesunde „Besessenheit“ bezeichnet, die Albaner zu dämonisieren, und argumentiert, dass eine solche Rhetorik reale und messbare Konsequenzen für die in ganz Großbritannien lebenden und arbeitenden albanischen Gemeinschaften habe.
Dem Bericht des Botschafters zufolge erleben die im Vereinigten Königreich lebenden Albaner als direkte Folge dieser Medienverunglimpfung und politischen Schuldzuweisungen spürbare negative Auswirkungen auf ihr tägliches Leben. Diese Konsequenzen manifestieren sich in verschiedenen Umgebungen, unter anderem in Schulen, in denen albanische Kinder möglicherweise Mobbing oder Diskriminierung ausgesetzt sind, und an Arbeitsplätzen, an denen albanische Fachkräfte berichten, dass sie auf Vorurteile und Vorurteile von Kollegen und Arbeitgebern stoßen, die negative Stereotypen verinnerlicht haben, die durch sensationslüsterne Berichterstattung aufrechterhalten werden.


