Alcoa steht vor neuer Untersuchung wegen Zerstörung geschützter Artenlebensräume

Gegen den US-Bergbaugiganten Alcoa wird wegen vorsätzlicher Verletzung von Umweltgesetzen in den Jarrah-Wäldern Westaustraliens ermittelt, wodurch der Lebensraum für gefährdete schwarze Kakadus, Quokkas und Numbats zerstört wurde.
Das US-amerikanische Bergbauunternehmen Alcoa sieht sich nach Vorwürfen systematischer Verstöße in seinen Betrieben in Westaustralien weiterhin einer verschärften Prüfung durch australische Umweltbehörden ausgesetzt. Die Strip-Mining-Aktivitäten des Unternehmens in den unberührten Jarrah-Wäldern des Bundesstaates haben eine neue Untersuchung zu Verstößen gegen die Umweltvorschriften ausgelöst, die wichtige Lebensräume für einige der am stärksten bedrohten Wildtierarten Australiens zerstört haben.
Die Untersuchung konzentriert sich auf den Betrieb von Alcoa in seiner Willowdale-Mine, wo das Unternehmen angeblich vorsätzliche und wiederholte Verstöße gegen Umweltschutzgesetze begangen hat. Diese Verstöße führten zur Zerstörung unersetzlicher natürlicher Lebensräume, in denen geschützte Arten leben, darunter die berühmten schwarzen Kakadus, die beliebten Quokkas von Rottnest Island und die schwer fassbaren Numbats. Die Umweltschäden gehen weit über den bloßen Verlust von Lebensräumen hinaus und geben Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich des langfristigen Überlebens dieser gefährdeten Tierpopulationen in Westaustralien.
Die Enthüllungen über das Verhalten von Alcoa kamen durch vertrauliche Gesprächsthemen ans Licht, die für die Minister der Bundesregierung im Vorfeld einer wichtigen Ankündigung im Februar vorbereitet wurden. Diese Dokumente umrissen die anhaltende Natur der Umwelt-Compliance-Probleme des Unternehmens und lieferten den Kontext für eine historische Vergleichsvereinbarung. Die Entdeckung dieser neuen Untersuchung unterstreicht die Schwere der Umweltverstöße und legt nahe, dass Alcoas Muster der Nichteinhaltung möglicherweise weiter verbreitet ist als bisher bekannt.
Quelle: The Guardian


