Unruhen in Alice Springs: Polizei klagt Verdächtigen im Todesfall eines Kindes an

Die Polizei des Northern Territory kündigt Anklage nach dem Tod des fünfjährigen Kumanjayi Little Baby an. Familienältester mahnt zur Ruhe inmitten der Spannungen in Alice Springs.
Behörden im australischen Northern Territory haben bestätigt, dass gegen eine Person strafrechtlich angeklagt wird im Zusammenhang mit den Unruhen, die in Alice Springs nach dem tragischen Tod des fünfjährigen Kumanjayi Little Baby ausbrachen. Polizeibeamte gaben an, dass mit weiteren Anklagen zu rechnen ist, während die Ermittlungen zu dem Vorfall andauern, wobei die Behörden daran arbeiten, ein umfassendes Verständnis der Ereignisse in der zentralaustralischen Stadt zu erlangen.
Die Leiche des jungen Kumanjayi Little Baby wurde am Donnerstag etwa fünf Kilometer vom Oldtimer-Stadtlager entfernt entdeckt, wo Familienangehörige sie zuletzt am Samstagabend lebend gesehen hatten. Die Entdeckung löste eine groß angelegte Reaktion der Polizei aus und löste in ganz Alice Springs, einer Stadt, die bereits mit anhaltenden sozialen Herausforderungen konfrontiert ist, große Besorgnis in der Bevölkerung aus. Die Umstände ihres Todes haben die Anwohner und indigenen Gemeinschaften in der gesamten Region tief getroffen.
In einem ergreifenden Friedensappell wandte sich der Großvater des verstorbenen Kindes – ein angesehener älterer Warlpiri-Ältester – am Freitag an die Gemeinde und forderte die Bewohner auf, die gewalttätigen Auseinandersetzungen zu beenden, die im Krankenhaus von Alice Springs zwischen Polizei und Gemeindemitgliedern ausgebrochen waren. Der Älteste betonte in seiner Erklärung, dass solche Konfrontationen nicht mit den traditionellen indigenen Werten im Einklang stehen, und erklärte: „Es ist jetzt Zeit für sorry business“ und bezog sich dabei auf die üblichen Trauer- und Trauerprozesse, die in indigenen australischen Kulturen beobachtet werden.


