Amerikaner sind sich über die Angriffe auf den Iran uneinig: Neue Umfrage offenbart Spannungen

Einer neuen Umfrage zufolge unterstützen nur 25 % der Amerikaner Angriffe auf den Iran, da US-Gesetzgeber Trump nach dem ersten Tod von US-Soldaten nach der Ermordung von General Soleimani unter Druck setzen.
Eine neue Umfrage hat ergeben, dass nur ein Viertel der Amerikaner Angriffe auf den Iran unterstützt, was die wachsende Spaltung innerhalb der USA über die Außenpolitik des Landes im Nahen Osten unterstreicht. Die Umfrage, die im Anschluss an die Tötung des iranischen Top-Generals Qassem Soleimani durch einen US-Drohnenangriff durchgeführt wurde, legt nahe, dass die amerikanische Öffentlichkeit einer weiteren militärischen Konfrontation mit Teheran zutiefst skeptisch gegenübersteht.
Erhöhte Spannungen und Verluste
Die Ergebnisse der Umfrage kommen zu einem Zeitpunkt, an dem US-Gesetzgeber nach dem ersten Tod von US-Soldaten nach dem Angriff auf Soleimani weiterhin Druck auf Präsident Trump ausüben. Bei einem Raketenangriff auf einen irakischen Militärstützpunkt wurden letzte Woche zwei US-Soldaten getötet und zwei weitere verletzt. Dies war der erste amerikanische Verlust seit der Eskalation der Konfrontation zwischen den USA und dem Iran Anfang Januar.
Der Angriff hat die Besorgnis über die Risiken eines größeren Konflikts zwischen den USA und dem Iran neu entfacht. Einige Kongressabgeordnete kritisierten die Strategie der Regierung und forderten ein vorsichtigeres Vorgehen. Der demokratische Senator Chris Murphy beschrieb die Situation als „Chaos“ und warnte, dass die Trump-Regierung keinen kohärenten Plan zur Bewältigung der Folgen der Ermordung Soleimanis habe.
Geteilte öffentliche Meinung
Die neue Umfrage, durchgeführt vom Associated Press-NORC Center for Public Affairs Research, ergab, dass nur 26 % der Amerikaner Angriffe auf iranische Kulturstätten unterstützen – eine Drohung von Präsident Trump, die weit verbreitet war als potenzielles Kriegsverbrechen verurteilt. Im Gegensatz dazu lehnten 52 % der Befragten solche Angriffe ab.
Die Umfrage zeigte auch tiefe parteipolitische Spaltungen: 45 % der Republikaner unterstützten Angriffe auf den Iran, verglichen mit nur 13 % der Demokraten. Dies unterstreicht die starken politischen Spaltungen über die Iran-Politik der Regierung, die im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen 2020 zu einem wichtigen Streitpunkt geworden ist.
Ruft zur Zurückhaltung auf
Trotz der verschärften Spannungen deutet die Umfrage darauf hin, dass die amerikanische Öffentlichkeit einer weiteren militärischen Eskalation gegenüber misstrauisch ist. Der pensionierte General David Petraeus, der zuvor die US-Streitkräfte im Irak und in Afghanistan befehligte, hat die Trump-Regierung zur Vorsicht aufgefordert und davor gewarnt, dass ein „totaler Konflikt“ mit dem Iran „katastrophal“ für die Vereinigten Staaten wäre.
Während die Folgen des Mordes an Soleimani weiterhin nachhallen, verdeutlichen die Umfrageergebnisse die Herausforderungen, vor denen das Weiße Haus steht, wenn es versucht, die angespannten Beziehungen zum Iran zu bewältigen und die öffentliche Unterstützung für seine Aktionen aufrechtzuerhalten.
Quelle: Al Jazeera


