Sind On-Cloud-Schuhe immer noch exklusiv, wenn sie jeder besitzt?

Erfahren Sie, wie der ikonische Cloudboom Strike von On Running und der Erfolg auf dem Massenmarkt die Identität der Marke in Frage stellen. Geht die Exklusivität verloren, wenn Luxus zum Mainstream wird?
Die Schweizer Sportschuhmarke On Running befindet sich an einem interessanten Scheideweg, da ihre revolutionären Schuhdesigns den Übergang von der Nischenkultur der Läufer in den Mainstream-Verbrauchermarkt geschafft haben. Der Flaggschiff-Laufschuh des Unternehmens, der Cloudboom Strike, der derzeit in musealen Ausstellungen im prestigeträchtigen Zürcher Hauptsitz von On ausgestellt wird, ist ein Beispiel für dieses merkwürdige Phänomen. Dieses spezielle Modell wurde mit modernster Technologie entwickelt, die den oberen Teil des Schuhs buchstäblich direkt auf die Sohle aufträgt und so eine innovative Konstruktionsmethode schafft, die sich grundlegend von herkömmlichen Schuhherstellungsprozessen unterscheidet.
Als On Running zum ersten Mal in der weltweiten Laufszene auftauchte, pflegte die Marke ein Image der Raffinesse und des technologischen Fortschritts, das vor allem ernsthafte Sportler und Leistungsbegeisterte ansprach. Die cloudbasierte Dämpfungstechnologie des Unternehmens, die den Namen der Marke inspirierte, wurde zum Synonym für erstklassige Lauferlebnisse und sportliche Spitzenleistungen. Jede Schuhveröffentlichung fühlte sich wie ein bedeutendes Ereignis in der Laufgemeinschaft an, wobei die Enthusiasten sehnsüchtig auf neue Modelle und Innovationen warteten, die versprachen, ihre Lauffähigkeiten auf messbare Weise zu verbessern.
Da jedoch die Popularität von On in den letzten Jahren sprunghaft angestiegen ist, verzeichnete die Marke ein explosionsartiges Wachstum sowohl beim Marktanteil als auch bei der Vielfalt der Verbraucherbasis. Was einst ein Spezialprodukt für engagierte Läufer war, ist für Millionen von Gelegenheitskonsumenten weltweit zu einem Mode-Statement und einer Lifestyle-Wahl geworden. Der Cloudboom Strike und andere On-Modelle sind mittlerweile in städtischen Umgebungen, in vorstädtischen Einkaufszentren und in ungezwungenen gesellschaftlichen Umgebungen auf Füßen zu sehen, weit über den Kontext spezieller Laufaktivitäten hinaus.
Quelle: The New York Times


