Argentinien bezeichnet das Jalisco-Kartell als „terroristische“ Organisation

Der argentinische Präsident geht energisch gegen das mächtige Jalisco New Generation Cartel vor und bezeichnet es als Terrorgruppe, um die globale Zusammenarbeit gegen die organisierte Kriminalität zu stärken.
In einem wichtigen Schritt zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität hat die Regierung von Argentinien das Jalisco New Generation Cartel (CJNG) offiziell als terroristische Organisation eingestuft. Diese vom Büro von Präsident Javier Milei bekannt gegebene Benennung soll die internationale Zusammenarbeit und die gemeinsamen Bemühungen zur Zerschlagung der kriminellen Machenschaften des Kartells stärken.
Die CJNG, die als eine der mächtigsten und gefährlichsten Drogenhandelsorganisationen in Mexiko gilt, hat ihren Einfluss aktiv über die Landesgrenzen hinaus ausgeweitet und stellt eine wachsende Bedrohung für die regionale Stabilität und Sicherheit dar. Durch die Einstufung des Kartells als Terroristengruppe hofft Argentinien, globale Ressourcen und den Austausch von Informationen zur Bekämpfung der illegalen Aktivitäten der Gruppe zu nutzen, zu denen Drogenhandel, Geldwäsche und Gewalttaten gehören.
In einer Erklärung betonte das Büro von Präsident Milei, dass diese Bezeichnung „die internationale Zusammenarbeit und Koordinierung gegen die organisierte Kriminalität stärkt“. Der Schritt steht im Einklang mit den umfassenderen Bemühungen der argentinischen Regierung, den grenzüberschreitenden Charakter von Drogenkriminalität und ihre destabilisierenden Auswirkungen auf die Region anzugehen.
Die CJNG unter der Führung des berüchtigten Nemesio Oseguera Cervantes, bekannt als „El Mencho“, ist für einen Anstieg von Gewalt und drogenbezogenen Aktivitäten in ganz Mexiko und darüber hinaus verantwortlich. Das Kartell hat seine Aktivitäten ausgeweitet und eine Präsenz in verschiedenen Ländern aufgebaut, darunter Argentinien, Kolumbien und den Vereinigten Staaten
Mit der Einstufung der CJNG als Terrororganisation will Argentinien seine Rechts- und Strafverfolgungsinstrumente stärken, um die Finanznetzwerke des Kartells zu zerstören, seine Logistik zu demontieren und der Gruppe den Zugang zu Ressourcen zu verwehren, die ihre kriminellen Aktivitäten ermöglichen. Dieser Schritt wird als bedeutender Schritt in den umfassenderen regionalen und globalen Bemühungen zur Bekämpfung der wachsenden Bedrohung durch die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität angesehen.
Die Entscheidung spiegelt auch das Engagement der argentinischen Regierung wider, die komplexen Herausforderungen des Drogenhandels und seine destabilisierenden Auswirkungen auf die Region anzugehen. Es bleibt abzuwarten, wie andere Länder in der Region und die internationale Gemeinschaft auf diese Bezeichnung und den erhöhten Druck auf das Jalisco New Generation Cartel reagieren werden.
Quelle: Al Jazeera


