Astronauten verewigen geliebte Menschen in Mondkratern

Die Besatzungsmitglieder der Artemis II ehren Familie und Mission mit Kraterbenennungen und setzen damit die Apollo-Tradition auf dem Mond fort.
Artemis-Astronauten treten in die Fußstapfen ihrer Apollo-Vorgänger und schlagen persönliche Namen für Mondkrater vor, um geliebte Menschen und ihre historische Mission zu ehren. Diese ergreifende Geste setzt eine Tradition fort, die mit Apollo 8 im Jahr 1968 begann.
Die Besatzung der Artemis II, die sich derzeit auf der Heimreise vom Mond befindet, hat um Erlaubnis gebeten, einen Krater nach ihrem Kommandomodul Integrity und einen anderen nach einem geliebten Familienmitglied zu benennen. Dieser intime Akt des Mondgedenkens erinnert an die Apollo-8-Astronauten, die Merkmale auf der anderen Seite des Mondes nach ihren Frauen benannten.
„Die Benennung dieser Mond-Wahrzeichen ist für die Artemis-II-Besatzung eine überaus bedeutsame Möglichkeit, ihre Spuren auf dem Mond zu hinterlassen“, sagte NASA-Sprecherin Emily Carney. „Es verbindet ihre Mission mit der reichen Geschichte und den persönlichen Geschichten früherer Mondwanderer und schafft eine dauerhafte Verbindung zwischen den Astronauten und der Oberfläche unseres himmlischen Begleiters.“
Der Prozess zur offiziellen Benennung von Mondmerkmalen wird von der Internationalen Astronomischen Union (IAU) verwaltet, die alle vorgeschlagenen Namen genehmigen muss. Angesichts des durch Apollo 8 geschaffenen Präzedenzfalls und der persönlichen Bedeutung der gewählten Namen geht die NASA davon aus, dass den Artemis-II-Anträgen zügig stattgegeben wird.
„Der Aufbau dieser persönlichen Verbindungen zum Mond ist unglaublich wichtig, sowohl für die Astronauten selbst als auch für die Inspiration der nächsten Generation von Entdeckern“, sagte die Weltraumhistorikerin Dr. Samantha Rolfe. „Es verwandelt die kalte, ferne Mondoberfläche in einen Ort voller menschlicher Bedeutung und Emotionen.“
Mit der Artemis-II-Mission, deren Start für 2024 geplant ist, werden die erste Frau und der erste farbige Mensch den Mond umkreisen. Für die Besatzung ist die Gelegenheit, ihre Spuren in der Mondlandschaft zu hinterlassen, eine große Ehre und festigt ihren Platz in den Annalen der Raumfahrtgeschichte.
„Diese Kraternamen sind eine rührende Erinnerung daran, dass der Mond der gesamten Menschheit gehört“, fügte Carney hinzu. „Während wir unsere mutige Reise der Monderkundung fortsetzen, werden die persönlichen Geschichten unserer Astronauten zu einem integralen Bestandteil der geschichtsträchtigen Vergangenheit des Mondes.“
Quelle: Associated Press


