Asylum-Barge-Betreiber gibt zu, dass die Regierung 118 Millionen Pfund zu viel verlangt hat

Der australische Auftragnehmer Corporate Travel Management gibt zu, dass er der britischen Regierung 118 Millionen Pfund für den Betrieb des Asylkahns „Bibby Stockholm“ zu viel berechnet hat. Das Unternehmen handelt Rückerstattungsvereinbarungen aus.
In einer bedeutenden Entwicklung im Hinblick auf die Überwachung der Staatsausgaben hat das in Australien ansässige Unternehmen Corporate Travel Management (CTM) öffentlich zugegeben, dass es der britischen Regierung für den Betrieb des umstrittenen Asylkahns Bibby Stockholm deutlich zu viel berechnet hat. Die Zulassung stellt eine große Peinlichkeit sowohl für den Auftragnehmer als auch für die britischen Beamten dar, die die erheblichen Ausgaben für die Einrichtung genehmigt haben, in der Asylsuchende untergebracht waren, während im ganzen Land heftige Einwanderungsdebatten geführt wurden.
Die Prüfungsergebnisse ergaben, dass CTM sich an „fehlerhaften Abrechnungspraktiken“ beteiligt hatte, die das Unternehmen bei mehreren britischen Regierungsverträgen bezeichnete. Diese Entdeckung veranlasste CTM, den zuvor geschätzten Rückerstattungsbetrag um 40 Millionen Pfund zu erhöhen, sodass sich die Gesamtsumme der Preisaufschläge auf 118 Millionen Pfund erhöhte. Die umfassende Überarbeitung unterstreicht die Schwere der bei der umfassenden Finanzprüfung festgestellten Abrechnungsdiskrepanzen und wirft Fragen zu den Finanzkontrollen und Rechnungsstellungsverfahren des Unternehmens auf.
Corporate Travel Management gab an, dass es derzeit kommerzielle Vereinbarungen mit der britischen Regierung verhandelt, um die Schulden zu begleichen und die den Steuerzahlern geschuldeten Rückerstattungen abzuwickeln. Das Unternehmen hat keine konkreten Zeitpläne für den Abschluss dieser Verhandlungen oder für die Zahlungen angegeben, sodass Unsicherheit über den Zeitplan für die Rückzahlung öffentlicher Mittel besteht. Das Eingeständnis der überhöhten Gebühren durch das Unternehmen folgt auf eine interne Prüfung, bei der systematische Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung in seinem Portfolio an britischen Regierungsaufträgen festgestellt wurden.


