Australien könnte durch „Täuschung und Heimlichkeit“ in den Iran-Krieg hineingezogen werden, warnen die Grünen

Der Senator der Grünen schlägt Alarm, da Labour erwartet, innerhalb weniger Tage mögliche Verteidigungsmaßnahmen zum Schutz der Golfstaaten vor dem Iran anzukündigen.
Australien könnte „durch Täuschung und Heimlichkeit“ in den Iran-Krieg verwickelt werden, wenn es die Golfstaaten militärisch unterstützt, warnten die Grünen. Der Senator der Grünen, Nick Shoebridge, schlug Alarm, als die Labour-Regierung voraussichtlich innerhalb weniger Tage mögliche Verteidigungsmaßnahmen zum Schutz der Golfstaaten ankündigen wird.
Die Grünen sagen, die Entsendung militärischer Unterstützung an die Golfstaaten würde nur Donald Trumps Interessen im wachsenden Iran-Krieg dienen, da internationale Rechtsexperten davor warnen, dass eine solche Hilfe bedeuten würde, dass Australien rechtlich Teil des Konflikts wäre.
Das Kabinett Der nationale Sicherheitsausschuss traf sich am Montag, um Anfragen an Australien zu prüfen, um Ländern, die die Hauptlast davon spüren, Hilfe zu leisten Teherans Raketenangriffe, ausgelöst durch vom US-Präsidenten und Israel angeordnete Bombenanschläge.

Shoebridge warnte davor, dass jede Beteiligung Australiens, selbst in unterstützender Funktion, bedeuten würde, dass das Land nach internationalem Recht rechtlich Teil des Iran-Konflikts ist. „Wir würden uns durch Täuschung und Heimlichkeit am Iran-Krieg beteiligen“, sagte er.
Der Senator der Grünen sagte, die Entsendung militärischer Unterstützung würde nur Trumps Interessen dienen, da der ehemalige US-Präsident die Spannungen mit dem Iran weiter verschärft. „Das ist Donald Trumps Krieg, und wir sollten uns nicht einmischen“, sagte Shoebridge.
Experten für internationales Recht schlossen sich den Bedenken der Grünen an und erklärten, dass jede militärische Unterstützung Australiens für die Golfstaaten das Land zu einer Partei des Iran-Konflikts machen würde. „Sobald man anfängt, militärische Unterstützung zu leisten, wird man zum Konfliktteilnehmer“, sagte Ben Saul, Professor für internationales Recht an der Universität Sydney.
Die Labour-Regierung prüft immer noch ihre Optionen. Außenministerin Penny Wong sagte, Australien werde sich an keinem Bodenkrieg beteiligen, könne aber andere Formen der Unterstützung anbieten. Allerdings warnen die Grünen und Rechtsexperten, dass jedes noch so begrenzte Engagement Australien dennoch rechtlich an den Iran-Konflikt binden könnte.
Während die Spannungen in der Region weiter eskalieren, wird sich die Debatte über Australiens Rolle in der Iran-Golf-Krise in den kommenden Tagen verschärfen. Die Grünen und Völkerrechtler fordern die Regierung auf, die rechtlichen und strategischen Auswirkungen sorgfältig abzuwägen, bevor sie militärische Ressourcen einsetzt.


