Australien evakuiert Bürger von einer vom Hantavirus betroffenen Luxuskreuzfahrt

Australien arrangiert einen Charterflug zur Rückführung von Staatsangehörigen der MV Hondius, nachdem ein tödlicher Hantavirus-Ausbruch drei Todesopfer an Bord des Kreuzfahrtschiffes gefordert hat.
Als wichtige humanitäre Reaktion auf eine sich ausbreitende Gesundheitskrise auf See hat die australische Regierung einen Charterflug zur Rückführung von Staatsangehörigen von der MV Hondius organisiert, einem Luxuskreuzfahrtschiff, das zum Epizentrum eines tödlichen Hantavirus-Ausbruchs geworden ist. Vier australische Staatsbürger und ein Einwohner mit ständigem Wohnsitz sollen am Dienstag das Schiff verlassen und über Perth nach Hause zurückkehren. Dies markiert den Beginn einer möglicherweise längeren Evakuierungsaktion von dem havarierten Schiff.
Das MS Hondius, das etwa 146 Passagiere und Besatzungsmitglieder befördert, kam am Sonntagmorgen nach einem verheerenden Ausbruch, bei dem drei Menschen ums Leben kamen und acht weitere schwer an dem Virus erkrankten, in Santa Cruz de Teneriffa, der größten der Kanarischen Inseln Spaniens, an. Die Situation an Bord des Schiffes verschlechterte sich rapide, als medizinisches Personal Fälle von Hantavirus-Infektionen unter Passagieren und Besatzungsmitgliedern bestätigte, was zu raschen Maßnahmen mehrerer nationaler Regierungen zum Schutz ihrer Bürger führte.
Hantavirus, eine potenziell tödliche Infektionskrankheit, die durch Kontakt mit infiziertem Kot, Urin oder Speichel von Nagetieren übertragen wird, hat sich in der engen Umgebung eines Kreuzfahrtschiffes, wo Passagiere und Besatzungsmitglieder enge Räume teilen, als besonders gefährlich erwiesen. Das Virus kann bis zu zwei Wochen lang inkubieren, bevor Symptome auftreten, was die Früherkennung und Isolierung infizierter Personen auf Schiffen mit Hunderten von Insassen, die nahe beieinander leben, äußerst schwierig macht.


