Australische Frauen werden nach Rückkehr aus Syrien wegen Sklaverei angeklagt

Drei australischen Frauen wurde nach ihrer Rückkehr aus Syrien die Freilassung auf Kaution verweigert, da sie wegen Sklaverei und Terrorismus im Zusammenhang mit Aktivitäten des Islamischen Staates angeklagt wurden. Auch neun Kinder kehrten nach Hause zurück.
Drei australischen Frauen wurde die Freilassung auf Kaution verweigert, nachdem sie am Freitag vor Gericht erschienen waren, wo sie offiziell wegen Sklaverei und verbrechen im Zusammenhang mit Terrorismus angeklagt wurden. Die Anklage wurde erhoben, nachdem die Frauen aus Syrien auf australischen Boden zurückgekehrt waren und zusammen mit einer Gruppe von zehn weiteren Australiern eintrafen, von denen die Behörden behaupten, sie hätten Verbindungen zur Organisation „Islamischer Staat“. Unter denen, die die Rückreise antraten, waren vier Frauen und neun Kinder, was einen bedeutenden Fortschritt in den laufenden Bemühungen Australiens zur Rückführung von Staatsangehörigen aus Konfliktgebieten im Nahen Osten darstellt.
Das Verfahren fand vor mehreren australischen Gerichten statt, wobei jede der drei Frauen vor einem separaten Justizbeamten erschien. Die mit ihren Fällen befassten Richter kamen zu dem Schluss, dass die von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Beweise schwerwiegend genug waren, um eine Inhaftierung ohne Kaution während des bevorstehenden Gerichtsverfahrens zu rechtfertigen. Diese Entscheidung spiegelt die Schwere wider, mit der die australischen Behörden die Vorwürfe behandeln, bei denen es sich um komplexe Anklagen handelt, die sowohl Menschenhandel als auch Extremismus-bezogene Straftaten umfassen. Die Verweigerung der Kaution zeigt, dass die Gerichte der Ansicht sind, dass es stichhaltige Gründe für die Annahme gibt, dass die Frauen ein Fluchtrisiko oder eine potenzielle Gefahr für die Gemeinschaft darstellen.
Die Gruppe Islamischer Staat, auch bekannt als ISIS oder ISIL, stellte auf dem Höhepunkt ihrer territorialen Kontrolle ein erhebliches Sicherheitsrisiko im gesamten Nahen Osten und darüber hinaus dar. Viele Staatsangehörige westlicher Länder, darunter Australien, reisten nach Syrien, um die extremistische Organisation zu unterstützen oder sich ihr anzuschließen. Die australische Regierung kämpft seit langem mit der Herausforderung, wie mit Bürgern verfahren werden soll, die im Ausland an IS-Aktivitäten teilgenommen oder diese unterstützt haben. Die Rückkehr dieser Personen hat für politische Entscheidungsträger und das Justizsystem zu komplizierten rechtlichen, sicherheitstechnischen und humanitären Überlegungen geführt.
Quelle: Associated Press


