Bangladesch kämpft mit sinkender Vertretung von Frauen im Parlament

Bei den jüngsten Wahlen in Bangladesch war die Zahl der ins Parlament gewählten Frauen auf einem historischen Tiefstand, was Bedenken hinsichtlich der Gleichstellung der Geschlechter in der politischen Landschaft des Landes aufkommen ließ.
Bangladesch, ein Land, das oft für seine Fortschritte bei der Stärkung der Rolle der Frau gelobt wird, musste einen Rückschlag bei der politischen Vertretung von Frauen hinnehmen. Bei den kürzlich abgeschlossenen Parlamentswahlen im Land wurde die geringste Anzahl weiblicher Parlamentsabgeordneter (MPs) in den letzten 25 Jahren gewählt, obwohl die Regierung versprochen hatte, dieses Problem anzugehen.
Eine der neu gewählten weiblichen Abgeordneten enthüllte im Gespräch mit der DW, dem deutschen Auslandssender, dass Kandidatinnen im politischen Prozess systematisch ins Abseits gedrängt werden und vor großen Herausforderungen stehen, wenn es darum geht, Nominierungen zu sichern und im Wahlkampf Sichtbarkeit zu erlangen.
Rückläufige Repräsentation
Den offiziellen Ergebnissen zufolge wurden nur 73 Frauen in das 300 Sitze umfassende Parlament gewählt, was einen deutlichen Rückgang gegenüber den Wahlen 2018 darstellt, als 75 Frauen gewählt wurden. Dieser Trend ist besonders besorgniserregend, da Bangladesch seit langem als führend in der politischen Beteiligung von Frauen gilt und Frauen hochrangige Positionen innehaben, darunter das Amt des Premierministers.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Quelle: Deutsche Welle


