Gezogene Kampflinien: Texas hält nach der Gerrymandering-Überarbeitung die ersten Wahlen ab

Texas steht vor den ersten Wahlen seit einem umstrittenen Neuverteilungsprozess, der die politische Landkarte des Staates neu zeichnet. Die von den Republikanern angeführte Reform zielt darauf ab, mehr Sitze im Repräsentantenhaus zu sichern, Kritiker werfen jedoch Gerrymandering vor.
Texas hält seine ersten Wahlen ab, seit der von den Republikanern kontrollierte Landtag einen umfassenden Neuverteilungsplan verabschiedet hat, der bei Demokraten und Wahlrechtsbefürwortern breite Kritik hervorgerufen hat. Die neuen Gesetzespläne für den Kongress und die Bundesstaaten, die letztes Jahr auf Geheiß des ehemaligen Präsidenten Donald Trump verabschiedet wurden, werden weithin als offensichtlicher Versuch einer parteipolitischen Manipulation angesehen, um die Machtergreifung der Republikaner im Lone Star State zu festigen.
Die vorgezogene Stimmabgabe begann letzte Woche und die Texaner werden am 1. März zu den Vorwahlen im Bundesstaat gehen. Es wird erwartet, dass die neu gezogenen Bezirksgrenzen einen großen Einfluss auf die Ergebnisse haben und den Republikanern möglicherweise mehrere zusätzliche Sitze im US-Repräsentantenhaus verschaffen werden.
Der Umverteilungsprozess war äußerst umstritten, da die Demokraten der von den Republikanern geführten Legislative vorwarfen, die Bezirksgrenzen offensichtlich zugunsten ihrer Partei manipuliert zu haben. Kritiker argumentieren, dass die neuen Karten das Stimmrecht der wachsenden lateinamerikanischen und schwarzen Bevölkerungsgruppe in Texas verwässern, die tendenziell demokratische Kandidaten unterstützt.
Quelle: The New York Times

