Bernie Sanders drängt darauf, US-Waffenverkäufe an Israel zu blockieren

Der unabhängige Senator Bernie Sanders will den Verkauf von Bomben und Bulldozern an Israel stoppen und damit die Unterstützung der Demokraten für den US-Verbündeten angesichts der Spannungen mit dem Iran auf die Probe stellen.
Bernie Sanders, ein unabhängiger Senator, der mit den Demokraten im Senat zusammentritt, drängt darauf, den Verkauf von 12.000 1.000-Pfund-Bomben im Wert von 151,8 Millionen US-Dollar an das israelische Militär sowie einen separaten Verkauf von Bulldozern im Wert von 295 Millionen US-Dollar zu blockieren. Dieser jüngste Schritt des Senators stellt einen Test der demokratischen Unterstützung für Israel, den langjährigen Verbündeten der Vereinigten Staaten, dar, insbesondere im Zusammenhang mit den eskalierenden Spannungen von Präsident Trump mit dem Iran.
Die Resolutionen, über die an diesem Mittwoch abgestimmt werden soll, kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt in den Beziehungen zwischen den USA und Israel. Während Israel im Kongress traditionell überparteiliche Unterstützung genießt, stehen einige Demokraten der Politik des Landes, insbesondere im Hinblick auf die Behandlung der Palästinenser, zunehmend kritisch gegenüber. Sanders, ein selbsternannter demokratischer Sozialist, war innerhalb der Demokratischen Partei einer der schärfsten Kritiker der israelischen Regierung.
Die vorgeschlagenen Waffenverkaufsblockaden sind die jüngsten in einer Reihe von Versuchen von Sanders, die US-Militärhilfe für Israel zu begrenzen. Im Jahr 2019 leitete er erfolgreich eine parteiübergreifende Aktion, um einen Waffenverkauf im Wert von 8 Milliarden US-Dollar an Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate zu blockieren, und verwies dabei auf Bedenken hinsichtlich der Beteiligung der Länder am Jemen-Konflikt.
Der Schritt des Senators dürfte eine Debatte innerhalb der demokratischen Fraktion anregen, die trotz wachsender ideologischer Spaltungen versucht, enge Beziehungen zu Israel aufrechtzuerhalten. Einige gemäßigte Demokraten sträuben sich möglicherweise davor, sich einem langjährigen Verbündeten der USA zu widersetzen, während Progressive wahrscheinlich Sanders‘ Vorstoß zur Eindämmung israelischer Militäraktionen unterstützen werden.
Letztendlich wird das Ergebnis der Resolutionen Einblick in die sich verändernde Dynamik innerhalb der Demokratischen Partei in Fragen der Außenpolitik und des israelisch-palästinensischen Konflikts geben. Da sich der Präsidentschaftswahlkampf 2020 immer weiter zuspitzt, könnte Sanders' Haltung zu Israel zu einem entscheidenden Differenzierungsmerkmal zwischen den Fraktionen der Partei werden.
Unabhängig vom Ergebnis der Abstimmung wird die Debatte mit Sicherheit weitergehen, während die Demokraten die Balance zwischen der Unterstützung eines strategischen regionalen Verbündeten und der Auseinandersetzung mit Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte und des Einsatzes von US-amerikanischer Militärausrüstung finden. Die Sanders-Resolutionen bieten einen Einblick in die sich entwickelnden Prioritäten und Spannungen innerhalb der Partei zu diesem sensiblen geopolitischen Thema.
Quelle: The Guardian


