Das Rechtsteam des Milliardärs kontaktiert Richter im Vergewaltigungsfall

Die Anwälte von Leon Black wandten sich im Jahr 2024 privat an einen Bundesrichter wegen Vergewaltigungsvorwürfen, was zu einer Aufhebung des Vergleichsurteils führte. Das mutmaßliche Opfer meldet sich zu Wort.
Leon Black, ein bekannter milliardenschwerer Investor mit dokumentierten Verbindungen zum verstorbenen Finanzier Jeffrey Epstein, hat im laufenden Gerichtsverfahren vehement Vorwürfe zurückgewiesen, er habe jemals eine als „Jane Doe“ identifizierte Frau getroffen oder sexuell angegriffen. In einer exklusiven Erklärung gegenüber großen Medien brachte das mutmaßliche Opfer ihre Entschlossenheit zum Ausdruck, weiterhin Gerechtigkeit anzustreben, und erklärte: „Ich bin immer noch hier.“ Und ich bin noch nicht fertig.‘ Diese Aussage unterstreicht ihre Entschlossenheit, ihren Fall trotz erheblicher rechtlicher Rückschläge in den letzten Monaten vollständig verhandeln zu lassen.
Laut einer umfassenden Untersuchung des Guardian unternahmen Rechtsvertreter, die im Auftrag von Leon Black arbeiteten, im Jahr 2024 einen bedeutenden Schritt, indem sie sich privat an einen mächtigen Bundesrichter wandten, um die Glaubwürdigkeit und die Behauptungen der Frau in Frage zu stellen, die behauptet, sie sei als Teenager vergewaltigt worden. Der mutmaßliche Vorfall ereignete sich Berichten zufolge im Jahr 2002 in Jeffrey Epsteins Stadthaus in Manhattan, zu einer Zeit, als Epstein sein Netzwerk relativ ungestraft betrieb. Diese private Kontaktaufnahme durch das Anwaltsteam von Black stellt einen ungewöhnlichen Eingriff in den Gerichtsprozess dar, der normalerweise für beide an einem Rechtsstreit beteiligten Parteien transparent bleibt.
Die vertrauliche Kommunikation zwischen Blacks Anwälten und dem Bundesgericht löste ein umfangreiches Gerichtsverfahren aus, das bewusst unter Ausschluss der öffentlichen Kontrolle und der Aufmerksamkeit der Medien geführt wurde. Der geheime Charakter dieser Verfahren wirft erhebliche Fragen zur richterlichen Transparenz und zur angemessenen Behandlung sensibler Fälle, an denen mächtige Personen beteiligt sind, auf. Während des monatelangen Prozesses wurde weder dem mutmaßlichen Opfer noch der Öffentlichkeit das volle Ausmaß der vorgebrachten Argumente bewusst, die die Entscheidungsfindung des Richters beeinflussen sollten.
Quelle: The Guardian


