Der Sohn eines Milliardärs bietet Escobars Flusspferden ein Zuhause

Der indische Milliardär Anant Ambani nimmt seinen ehrgeizigen Plan wieder auf, 80 Nachkommen von Pablo Escobars Flusspferden in seinem privaten Zoo in Indien unterzubringen.
In einer Entwicklung, die das Bizarre mit dem Ehrgeiz verbindet, hat Anant Ambani, der Sohn des reichsten Milliardärs Indiens, seinen umstrittenen Vorschlag, etwa 80 Nilpferde in seinen privaten Zoo in Indien zu transportieren, neu entfacht. Diese bemerkenswerten Tiere stellen eines der eigenartigsten Vermächtnisse der Herrschaft des kolumbianischen Drogenbosses Pablo Escobar dar – Nachkommen exotischer Kreaturen, die einst nur zur Unterhaltung auf seinem weitläufigen Gelände gehalten wurden.
Die Situation um diese Flusspferde ist vielleicht der ungewöhnlichste Fall in der modernen zoologischen Geschichte. Was als exzentrische Übernahme durch einen mächtigen Kriminellen begann, hat sich zu einer internationalen Herausforderung für das Wildtiermanagement entwickelt, die Experten und Behörden jahrzehntelang vor Rätsel gestellt hat. Die Tiere selbst – große, pflanzenfressende Tiere, die in den Savannen und Flüssen Afrikas südlich der Sahara beheimatet sind – waren nie dazu bestimmt, kolumbianisches Territorium zu bewohnen, doch sie gediehen auf eine Weise, die selbst erfahrene Wildtierspezialisten überraschte.
Escobars Faszination für exotische Tiere veranlasste ihn, auf seinem Anwesen in der Nähe von Medellín eine Art Privatmenagerie einzurichten. Der Drogenboss erwarb die Flusspferde zusammen mit verschiedenen anderen exotischen Arten, nur um seinen Geschmack für Luxus und Einzigartigkeit zu befriedigen. Dabei handelte es sich nicht um Tiere, die aus Erhaltungsgründen oder aus pädagogischen Gründen erforscht wurden – sie stellten lediglich Statussymbole für einen Mann dar, dessen Reichtum auf dem Höhepunkt seines kriminellen Imperiums scheinbar keine Grenzen kannte.
Quelle: The Guardian


