Blanche verteidigt den Fall Comey über Instagram hinaus

Der amtierende US-Generalstaatsanwalt Todd Blanche verteidigt Strafanzeigen gegen den ehemaligen FBI-Direktor James Comey und behauptet, dass die Beweise weit über Social-Media-Beiträge hinausgehen.
Der amtierende US-Generalstaatsanwalt Todd Blanche verteidigte bei einem Fernsehauftritt am Sonntag energisch die umstrittenen Strafanzeigen gegen den ehemaligen FBI-Direktor James Comey und wies Behauptungen, die Anklage stütze sich ausschließlich auf ein Social-Media-Foto, kategorisch zurück. Blanches Bemerkungen kamen zu einer Zeit, in der die Skepsis von Verbündeten der Trump-Regierung und juristischen Beobachtern angesichts der beispiellosen Anklage weiterhin zunahm. Der Beamte betonte, dass die Bundesanwälte eine substanzielle Beweisgrundlage zusammengestellt hätten, die weit über den Instagram-Post hinausgeht, der seit Bekanntgabe der Anklage die Schlagzeilen der Medien beherrscht.
Das Justizministerium kündigte am Dienstag offiziell eine Klageschrift in zwei Anklagepunkten gegen Comey an, wobei die Anklage auf einem Foto beruhte, das er im Mai des Vorjahres auf Instagram gepostet hatte. Die Anklage markierte eine außergewöhnliche Eskalation der rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen der Trump-Regierung und ehemaligen Geheimdienstmitarbeitern und spiegelte das zunehmend umstrittene Verhältnis zwischen der Exekutive und den Strafverfolgungsbeamten der vorherigen Regierung wider. Rechtsexperten und politische Beobachter aus dem gesamten Spektrum haben die Grundlage und den Zeitpunkt der Anklage in Frage gestellt, wobei viele sie als potenziell beispiellos in ihrer Tragweite ansehen.
Laut Gerichtsakten mehrerer Nachrichtenorganisationen umfassen die Strafvorwürfe gegen Comey Vorwürfe, die über den visuellen Inhalt des Social-Media-Beitrags selbst hinausgehen. Blanche machte in seinen öffentlichen Kommentaren nur begrenzte Angaben, bestand jedoch darauf, dass die Staatsanwälte des Justizministeriums mehrere Aspekte von Comeys Verhalten gründlich untersucht hätten. Die defensive Haltung des amtierenden Generalstaatsanwalts unterstreicht den politisch sensiblen Charakter der Anklage und die intensive Prüfung, die sie von verschiedenen Seiten der amerikanischen Gesellschaft auf sich gezogen hat.
Quelle: The Guardian


