Bolsonaros‘ Vorstoß: Die USA könnten brasilianische Banden als Terrororganisationen brandmarken

Nach Lobbyarbeit des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro und seiner Familie könnten die USA große brasilianische Drogenhandelsgruppen als ausländische Terrororganisationen einstufen.
In einem bedeutenden Schritt, der die weltweiten Bemühungen zur Drogenbekämpfung neu gestalten könnte, erwägen die Vereinigten Staaten laut hochrangigen US-Beamten, große brasilianische Drogenhandelsorganisationen als ausländische Terroristengruppen einzustufen. Diese mögliche Einstufung erfolgt nach anhaltender Lobbyarbeit des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro und seiner Familie, die seit langem auf härtere Maßnahmen gegen kriminelle Banden in Brasilien drängen.
Die aggressive Haltung der Bolsonaros gegenüber der Kriminalität und ihr Wunsch, dass brasilianische Banden offiziell als Terroristengruppen eingestuft werden, haben bei einigen politischen Entscheidungsträgern in den USA an Bedeutung gewonnen. Befürworter der Bezeichnung argumentieren, dass dadurch neue rechtliche Instrumente und finanzielle Sanktionen eröffnet würden, um die Finanzierung der Banden ins Visier zu nehmen und ihre Operationen zu stören. Kritiker warnen jedoch davor, dass ein solcher Schritt unbeabsichtigte Folgen haben und die bereits komplexe Strafverfolgungszusammenarbeit zwischen den USA und Brasilien erschweren könnte.
Drogenhändler, Teil einer organisierten kriminellen Gruppe, versammelten sich nach einem Polizeieinsatz in einer Favela im Jahr 2020.
Quelle: The New York Times


