Bourbon-Abfälle werden in leistungsstarke Superkondensatoren umgewandelt

Chemiker der University of Kentucky haben einen Weg gefunden, Bourbon-Produktionsabfälle in Hochleistungselektroden für Superkondensatoren umzuwandeln und so eine nachhaltige Lösung für die Energiespeicherung zu bieten.
Die amerikanische Bourbon-Industrie ist ein Multimilliarden-Dollar-Markt, erzeugt aber auch eine erhebliche Menge an Abfall aus dem Destillationsprozess. Chemiker der University of Kentucky haben nun einen Weg gefunden, dieses übrig gebliebene Getreide, bekannt als Schlempe, in Hochleistungselektroden für Superkondensatoren umzuwandeln.
Die Bourbon-Produktion in den Vereinigten Staaten hat eine lange und geschichtsträchtige Geschichte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, insbesondere im Bundesstaat Kentucky. Laut Gesetz darf ein Whisky nur dann als Bourbon verkauft werden, wenn seine Maische zu mindestens 51 % aus Mais besteht, der Rest besteht in der Regel aus Roggen und Gerste. Das Getreide wird gemahlen, mit Wasser vermischt und mit Maische aus einer vorherigen Destillation zu einer sauren Maische vermischt. Anschließend wird Hefe hinzugefügt, um die Gärung einzuleiten. Anschließend wird die Maische destilliert, um einen klaren Spiritus namens „White Dog“ herzustellen. Dieser Spiritus wird dann zur Reifung in verkohlte neue Eichenfässer gegossen, ein Prozess, der mindestens zwei Jahre dauert. Es sind der karamellisierte Zucker und das Vanillin im verkohlten Holz, die Bourbon seine charakteristische dunkle Farbe und seinen charakteristischen Geschmack verleihen.
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Während die Bourbon-Industrie floriert, erzeugt der Destillationsprozess auch eine erhebliche Menge Abfall in Form von Getreideresten, die als Stillage bezeichnet werden. Dieses Abfallprodukt wurde traditionell weggeworfen oder als Tierfutter verwendet, doch die Forscher der University of Kentucky haben nun einen Weg gefunden, es in eine wertvolle Ressource umzuwandeln.
Das Team entwickelte eine Methode, um die Masse in Elektroden umzuwandeln, und nutzte diese Elektroden, um Superkondensatoren zu bauen, deren Energiespeicherkapazität mit der von bestehenden kommerziellen Geräten vergleichbar ist. Die Forscher präsentierten ihre Arbeit auf einem Treffen der American Chemical Society in Atlanta, Georgia.
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Superkondensatoren sind eine Art Energiespeichergerät, das große Energiemengen schnell speichern und abgeben kann, was sie in Anwendungen wie Elektrofahrzeugen, erneuerbaren Energiesystemen und Unterhaltungselektronik nützlich macht. Im Vergleich zu herkömmlichen Batterien haben Superkondensatoren eine höhere Leistungsdichte, schnellere Lade- und Entladeraten und eine längere Lebensdauer.
Die Forscher der University of Kentucky konnten diese Hochleistungselektroden durch sorgfältige Verarbeitung der Schlempe herstellen, die reich an Kohlenstoff und anderen Mineralien ist. Durch die Umwandlung des Abfalls in eine wertvolle Ressource hat das Team nicht nur eine nachhaltige Lösung für das Abfallproblem der Bourbon-Industrie gefunden, sondern auch eine neue Quelle für Energiespeichertechnologie entwickelt, die weitreichende Auswirkungen haben könnte.
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Die Entwicklung dieser innovativen Technologie ist ein Beweis für den Einfallsreichtum des Teams der University of Kentucky und das Potenzial für nachhaltige Lösungen, die an unerwarteten Orten entstehen können. Da die Nachfrage nach erneuerbaren Energien und effizienter Energiespeicherung weiter wächst, könnte dieser Durchbruch eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Zukunft der Energielandschaft spielen.
Quelle: Ars Technica


