Brasiliens Atlantischer Regenwald erreicht den niedrigsten Stand der Entwaldung seit 40 Jahren

Der atlantische Wald Brasiliens verzeichnet mit einem Verlust von 8.658 Hektar im Jahr 2025 die niedrigste Entwaldung seit vier Jahrzehnten. Experten warnen jedoch davor, dass geschwächte Umweltgesetze den Fortschritt zunichte machen könnten.
Brasiliens Atlantischer Wald, eines der artenreichsten und am stärksten bedrohten Ökosysteme der Welt, hat einen bedeutenden Umweltmeilenstein erreicht. Einem umfassenden neuen Bericht zufolge verzeichnete der Wald den niedrigsten Grad an Entwaldung seit Beginn der systematischen Überwachung vor vier Jahrzehnten, was einen möglichen Wendepunkt in den Naturschutzbemühungen des Landes signalisiert. Dieser Erfolg erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender weltweiter Besorgnis über den Verlust tropischer Wälder und die Auswirkungen des Klimawandels.
Der Atlantische Wald repräsentiert weit mehr als nur Bäume und Wildtiere – er ist das ökologische Herz der am weitesten entwickelten Region Brasiliens. Dieses lebenswichtige Biom ist die Heimat von etwa 80 % der brasilianischen Bevölkerung und unterstützt große Metropolen wie Rio de Janeiro und São Paulo, wo Millionen von Menschen auf die Ökosystemleistungen des Waldes angewiesen sind. Zu diesen Dienstleistungen gehören Wasserregulierung, Klimastabilisierung und Schutz der biologischen Vielfalt, die sowohl städtische als auch ländliche Gemeinden in der gesamten Region unterstützen.
Im Jahr 2025 wurden im atlantischen Wald 8.658 Hektar Wald abgeholzt, was einen historischen Durchbruch bei den Schutzmaßstäben darstellt. Dies ist das erste Mal seit Beginn der umfassenden Überwachung im Jahr 1985, dass die jährliche Entwaldungsrate unter die 10.000-Hektar-Schwelle gesunken ist. Der Rückgang spiegelt jahrzehntelange Erhaltungsbemühungen, verstärkte Umweltschutzmaßnahmen und das wachsende Bewusstsein der Interessengruppen für den unersetzlichen ökologischen und wirtschaftlichen Wert des Waldes für die Nation wider.


