Britische Aktivisten nach Abfangen der Gaza-Flottille ins Krankenhaus eingeliefert

Zwei britische Aktivisten einer Gaza-Hilfsflotte sagen, dass sie eine Krankenhausbehandlung benötigten, nachdem sie von israelischen Streitkräften in der Nähe von Kreta festgenommen und angeblich misshandelt worden waren.
Zwei britische Aktivisten haben nach einem dramatischen Aufgriff auf See in internationalen Gewässern schwere Vorwürfe erhoben und behauptet, sie seien von Angehörigen der israelischen Verteidigungskräfte körperlich misshandelt worden. Alice Chapman und Zak Khan, beide Teilnehmer der Global Sumud-Flottille, behaupten, dass sie während ihrer Inhaftierung Schläge, Tritte und Spucken erlebt haben, ein Vorfall, der die internationale Debatte über Hilfskonvoi-Einsätze und militärische Durchsetzungstaktiken in umstrittenen Gewässern neu entfacht hat.
Das Paar gehörte zu den etwa 180 Mitgliedern des humanitären Konvois, die in den späten Abendstunden des Mittwochs von der IDF in internationalen Gewässern in der Nähe von Kreta abgefangen und festgehalten wurden. Beide Personen benötigten nach ihrer Freilassung anschließend Krankenhausbehandlung, wobei die medizinischen Unterlagen Berichten zufolge Verletzungen bestätigten, die auf körperliche Gewalt zurückzuführen waren. Chapman und Khan verfügen über detaillierte Berichte über ihre Behandlung und beschreiben eine erschütternde Erfahrung, die ihrer Meinung nach gegen internationales Seerecht und humanitäre Standards verstößt.
Die Gaza-Hilfsflottille stellte in den letzten Monaten einen der bedeutendsten organisierten Versuche dar, humanitäre Hilfsgüter in das palästinensische Gebiet zu liefern. Die Teilnehmer an Bord der verschiedenen Schiffe des Konvois hatten medizinische Hilfsgüter, Lehrmaterialien und Lebensmittel gesammelt, die zur Verteilung an die betroffene Zivilbevölkerung bestimmt waren. Die Mission spiegelte die wachsende internationale Besorgnis über die humanitäre Lage im Gazastreifen und das Engagement der Bewegung für friedlichen, gewaltfreien Widerstand gegen das wider, was die Organisatoren als illegale Blockade bezeichnen.


