Britische Soldaten verloren 1972 bei den Schießereien in Belfast die Kontrolle

Die Untersuchung stellt fest, dass britische Armeesoldaten während der Unruhen in Belfast bei der Tötung von fünf Zivilisten übermäßige Gewalt angewendet haben. Der Richter kommt zu dem Schluss, dass die Opfer keine Gefahr darstellten.
Zu einem der umstrittensten Vorfälle in der turbulenten Geschichte Nordirlands ist ein bedeutsames Gerichtsurteil ergangen. Ein Untersuchungsrichter kam zu dem Schluss, dass Soldaten der britischen Armee während einer verheerenden Schießerei, bei der 1972 in West-Belfast fünf Zivilisten ums Leben kamen, die Kontrolle verloren. Dabei kam sie zu dem Schluss, dass das Militärpersonal Gewalt anwandte, die im Grunde unter keinen Umständen zumutbar war.
Der Vorfall, der sich am 9. Juli 1972 in den Gebieten Springhill und Westrock im Westen von Belfast ereignete, ist seit langem ein Streit- und Trauerpunkt für die Familien dieser Soldaten der gestorben ist. Das Urteil von Richter Scoffield, das am Donnerstag nach einem gründlichen Untersuchungsverfahren erlassen wurde, stellt einen entscheidenden Moment in den laufenden Bemühungen dar, Rechenschaftspflicht und Wahrheit über umstrittene Morde während des als „The Troubles“ bekannten Konflikts zu ermitteln.
Unter den bei der Schießerei Getöteten befanden sich vier Personen, von denen der Richter ausdrücklich feststellte, dass sie zum Zeitpunkt des Angriffs keinerlei Gefahr darstellten. Zu den Opfern gehörten zwei Teenager, deren Leben auf tragische Weise verkürzt wurde, ein Vater von sechs Kindern, der einfach seinem Alltag nachging, und ein katholischer Priester, der seinen pastoralen Pflichten nachging. Auch die Umstände des fünften Opfers wurden im Rahmen des Ermittlungsverfahrens eingehend untersucht.


