Kalifornien kämpft gegen Trump-Regierung wegen umstrittener Wiederinbetriebnahme der Ölpipeline

Der kalifornische Generalstaatsanwalt verklagt das US-Energieministerium, um die Wiederbelebung der Sable-Offshore-Pipeline zu stoppen, und nennt dies eine „empörende bundesweite Übergriffigkeit“.
Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta hat eine Klage gegen die US-Staatsanwaltschaft eingereicht. Energieministerium, um den Versuch der Behörde zu stoppen, das seit langem umstrittene Sable Offshore-Pipelinesystem wieder in Betrieb zu nehmen. Die Pipeline, die die Offshore-Plattform Santa Ynez mit kalifornischen Raffinerien verbindet, war zuvor aufgrund einer Ölkatastrophe im Jahr 2015 stillgelegt worden.
In einer scharf formulierten Erklärung verurteilte Bonta das Vorgehen des Energieministeriums als „unerhörte Überschreitung der Bundespolitik“, nachdem sich die Behörde auf den Defense Production Act, ein Gesetz aus der Zeit des Kalten Krieges, berufen hatte, um staatliche Gesetze zu ersetzen und den Bau der Pipeline zu ermöglichen Wiederbelebung.

Die umstrittene Entscheidung wurde von Energieminister Chris Wright getroffen, der die Bedeutung der Pipeline für die nationale Sicherheit und Energieversorgung als Rechtfertigung für die Wiederaufnahme des Betriebs anführte. Bonta argumentiert jedoch, dass die Umweltgesetze und -vorschriften des Bundesstaates Vorrang haben sollten und dass die Maßnahmen der Bundesregierung die Autorität Kaliforniens zum Schutz seiner Einwohner und natürlichen Ressourcen untergraben.
Die Sable Offshore-Pipeline ist seit Jahren ein Streitpunkt, da Umweltgruppen und lokale Gemeinden Bedenken hinsichtlich der Risiken von Ölverschmutzungen und der Auswirkungen der Pipeline auf das empfindliche Küstenökosystem äußern. Die Ölkatastrophe im Jahr 2015, bei der Tausende Gallonen Rohöl freigesetzt wurden, verschärfte diese Bedenken nur und führte zur Schließung der Pipeline.
Bonta argumentiert in seiner Klage, dass die Entscheidung des Energieministeriums, die Pipeline wieder in Betrieb zu nehmen, gegen den National Environmental Policy Act und den California Environmental Quality Act verstößt, die eine gründliche Umweltprüfung und Beteiligung der Öffentlichkeit erfordern, bevor große Infrastrukturprojekte durchgeführt werden können. Der Generalstaatsanwalt beantragt eine einstweilige Verfügung, um die Wiederinbetriebnahme der Pipeline zu stoppen, während der Fall entschieden wird.
Der Kampf um die Sable Offshore-Pipeline ist der jüngste Brennpunkt im anhaltenden Tauziehen zwischen Bundes- und Landesbehörden in Umwelt- und Energiefragen. Da die Biden-Regierung versucht, nationale Energieprioritäten mit Umweltbelangen auf Landesebene in Einklang zu bringen, könnte diese rechtliche Herausforderung aus Kalifornien weitreichende Auswirkungen darauf haben, wie solche Konflikte in Zukunft gelöst werden.
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