Kalifornien zielt mit Millionenstrafen für Waldbrandansprüche auf Staatsfarm ab

Die kalifornische Versicherungsaufsichtsbehörde wirft State Farm vor, bei den Waldbränden in Los Angeles im Jahr 2025 gegen die Gesetze zur Schadensabwicklung verstoßen zu haben, und fordert Millionenstrafen sowie einen möglichen Lizenzentzug.
Die kalifornische Versicherungsaufsichtsbehörde hat eine umfassende Durchsetzungsmaßnahme gegen State Farm, einen der größten Hausversicherungsanbieter des Landes, eingeleitet, nachdem untersucht wurde, wie das Unternehmen mit Ansprüchen im Zusammenhang mit den verheerenden Waldbränden in der Gegend von Los Angeles im Jahr 2025 umgegangen ist. Der Versicherungskommissar des Staates, Ricardo Lara, gab am Montag bekannt, dass das Unternehmen angeblich zahlreiche Verstöße gegen das kalifornische Versicherungsrecht begangen hat, als es Ansprüche von Versicherungsnehmern bearbeitete, die von den katastrophalen Bränden betroffen waren, die Anfang des Jahres über die Region hinwegfegten.
Laut der Untersuchung des kalifornischen Versicherungsministeriums war State Farm in einer repräsentativen Stichprobe von Fällen an systematischen Verstößen beteiligt, zu denen verspätete Schadensermittlungen und die Unterzahlung berechtigter Ansprüche von Versicherungsnehmern gehörten. Die Analyse von 220 zufällig ausgewählten Schadensfällen durch die Aufsichtsbehörde ergab ein Muster problematischen Verhaltens, das offenbar in der gesamten Schadensbearbeitungstätigkeit des Unternehmens während der Krisenzeit weit verbreitet war. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Tausende anderer Versicherungsnehmer möglicherweise ähnliche Probleme hatten, als sie eine Entschädigung für ihre durch Feuer verursachten Verluste beantragten.
Kommissarin Lara betonte die Schwere der Verstöße und stellte fest, dass State Farm allein in der Stichprobe der untersuchten Fälle hunderte Male gegen das kalifornische Versicherungsrecht verstoßen habe. Bei der Untersuchung wurden bestimmte Fälle festgestellt, in denen das Unternehmen die gesetzlichen Fristen für die Schadensermittlung nicht eingehalten, zu Unrecht Deckung verweigert hat, die im Rahmen der Versicherungsbedingungen hätte gewährt werden sollen, und Schadenszahlungen berechnet hat, die unter den tatsächlich dokumentierten Verlusten der Versicherungsnehmer lagen. Ein solches Verhalten könnte, wenn es in weiteren Verfahren nachgewiesen wird, erhebliche finanzielle Folgen für den Versicherer haben.


