China geht hart gegen „Knochenasche-Wohnungen“ wegen eingeäscherter Überreste vor

China hat die Lagerung eingeäscherter Überreste in leeren Wohnungen verboten, ein Trend, der als „Wohnungen aus Knochenasche“ bekannt ist. Dieser Schritt zielt darauf ab, traditionelle Bestattungsbräuche zu fördern und Bedenken hinsichtlich des Platzmangels auf dem Friedhof auszuräumen.
China hat eine entschiedene Haltung gegen das zunehmende Phänomen der Lagerung eingeäscherter Überreste in leeren Wohnungen eingenommen, eine Praxis, die als „Knochenasche-Wohnungen bekannt ist. Die Regierung hat diese unkonventionelle Methode im Umgang mit Verstorbenen mittlerweile verboten und begründet dies mit der Notwendigkeit, traditionelle Bestattungsbräuche zu fördern und das anhaltende Problem der begrenzten Friedhofsfläche anzugehen.
Die vom Ministerium für zivile Angelegenheiten erlassene Richtlinie betont die Bedeutung der Achtung des Verstorbenen und der Wahrung der Würde der Bestattungsriten. Nach den neuen Vorschriften ist die Lagerung eingeäscherter Überreste in Wohngebäuden strengstens verboten und Familien sind verpflichtet, die Asche auf ausgewiesenen Friedhöfen oder columbaria (Einrichtungen zur Lagerung eingeäscherter Überreste) beizusetzen.
Dieses Vorgehen gegen „Wohnungen aus Knochenasche“ erfolgt zu einer Zeit, in der China mit einem Mangel an Bestattungsplätzen zu kämpfen hat, ein Problem, das durch die rasch alternde Bevölkerung des Landes und die zunehmende Bevorzugung der Feuerbestattung gegenüber traditionellen Bestattungen noch verschärft wird. Die Einäscherungsraten in China sind in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen und liegen landesweit bei rund 50 %, in einigen städtischen Gebieten übersteigt die Rate 90 %.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Quelle: BBC News

