China und Russland verurteilen amerikanisch-israelische Angriffe auf den Iran: Diplomatische Spannungen eskalieren

China und Russland verurteilen die Angriffe der USA und Israels auf den Iran und rufen zu Zurückhaltung und Diplomatie auf. Lawrow und der chinesische Außenminister lehnen eine Militäraktion gegen Teheran ab.
China und Russland haben ihre diplomatischen Stimmen gegen die jüngsten Angriffe der USA und Israels auf Iran erhoben und ein Ende der Gewalt und eine Rückkehr zur Diplomatie gefordert.
Der chinesische Außenminister Wang Yi sprach mit seinem israelischen Amtskollegen und forderte Israel auf, die Angriffe zu stoppen und das Völkerrecht zu respektieren. Unterdessen erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow, Moskau sehe keine Anzeichen dafür, dass Teheran nach Atomwaffen strebe.
Die eskalierenden Spannungen zwischen dem Westen und Iran haben Bedenken hinsichtlich der Möglichkeit eines größeren Konflikts im Nahen Osten geweckt. Sowohl China als auch Russland unterhalten langjährige Beziehungen zu Iran und haben sich konsequent gegen Militäraktionen gegen das Land ausgesprochen.
Lavrov bekräftigte die Position Russlands, dass Iran das Atomabkommen von 2015, bekannt als Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA), einhält. Er kritisierte die USA dafür, dass sie aus dem Abkommen ausstiegen und lähmende Sanktionen gegen Iran verhängten.
Die USA und Israel haben in den letzten Wochen ihre Angriffe auf iranische Ziele verstärkt und sich dabei auf Bedenken hinsichtlich Irans Atomprogramm und Unterstützung für regionale Milizen gestützt. Sowohl China als auch Russland drängten jedoch auf eine diplomatische Lösung und forderten alle Parteien auf, Zurückhaltung zu üben und an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
Die USA-Iran-Spannungen haben auch Bedenken hinsichtlich möglicher Störungen der weltweiten Ölversorgung geweckt, da Iran mit Vergeltungsmaßnahmen gegen etwaige Angriffe gedroht hat. China und Russland haben ein begründetes Interesse daran, die Stabilität im Nahen Osten aufrechtzuerhalten und den kontinuierlichen Fluss von Energieressourcen sicherzustellen.
Während die diplomatische Pattsituation anhält, wird die internationale Gemeinschaft genau beobachten, ob kühlere Köpfe sich durchsetzen können und ob Diplomatie letztendlich die Krise entschärfen kann.
Quelle: Al Jazeera


