Chinas „Teekannen“-Raffinerien kämpfen angesichts steigender Rohölpreise

Chinas kleine „Teekannen“-Ölraffinerien stehen unter Druck, da steigende Rohölpreise ihre geringen Gewinnmargen gefährden und die Energiesicherheit des Landes beeinträchtigen.
Versteckt in den entlegensten Winkeln Chinas bildet ein Netzwerk kleiner, unabhängiger Ölraffinerien, bekannt als Teekannenraffinerien, seit langem das Rückgrat der Energiesicherheit des Landes. Diese Fabriken, die billiges Rohöl kaufen und es in Kraftstoff umwandeln, kämpfen nun darum, die Wirtschaft am Laufen zu halten, da steigende Rohölpreise ihre extrem hohen Gewinnspannen gefährden.
Die Städte, in denen sich diese Teekannenraffinerien befinden, können in einer Zeit der globale Krise, wirken trügerisch ruhig. Lastwagen mit Öl rollen über weitläufige, wenig befahrene Autobahnen, während ein paar vernagelte Geschäfte in heruntergekommenen Flachhäusern auf ein längst vergessenes lokales Treiben hinweisen.

In einem heruntergekommenen Nudelladen, in dem von Hand gezogene Teigbänder serviert werden, war der Andrang zur Mittagszeit spärlich, bis auf ein paar Bauarbeiter und einen Lehrer, der sich zu seinem Essen Videos auf Douyin, der Social-Media-Plattform, ansah. Diese Szene spiegelt die Herausforderungen wider, denen sich die Teekannenraffinerien gegenübersehen, die eine entscheidende Rolle in Chinas Energielandschaft spielen.
Diese kleinen Raffinerien, die oft in abgelegenen Gebieten liegen, sind seit langem ein wichtiges Rädchen in Chinas Energiemaschinerie. Agil und anpassungsfähig sind sie in der Lage, ihre Produktion schnell an die schwankende Inlandsnachfrage anzupassen und so die Lücken zu schließen, die die größeren staatlichen Raffinerien des Landes hinterlassen.
Krieg im Iran verursacht wird, setzt diese Teekannenraffinerien jedoch enorm unter Druck. Da die Kosten für ihren Hauptrohstoff, Rohöl, weiter in die Höhe schießen, werden ihre ohnehin schon geringen Gewinnmargen bis an den Rand der Belastungsgrenze gedrückt.Um die Herausforderung zu veranschaulichen, bedenken Sie, dass diese Teekannenraffinerien typischerweise mit Margen von nur wenigen Dollar pro Barrel verarbeitetem Rohöl arbeiten. Da sich die Rohölpreise derzeit bei rund 100 US-Dollar pro Barrel bewegen, verglichen mit etwa 60 US-Dollar vor einem Jahr, haben die Raffinerien Mühe, ihre Rentabilität aufrechtzuerhalten.
Quelle: The Guardian


