Umstrittenes Comeback: Trump lehnt die Rückkehr al-Malikis als irakischer Premierminister ab

Die Trump-Regierung äußert Bedenken hinsichtlich einer möglichen Wiedereinsetzung des ehemaligen irakischen Führers Nuri al-Maliki und verweist auf seine Rolle bei konfessionellen Spaltungen und gescheiterter Sicherheitspolitik.
Die Trump-Regierung hat öffentlich ihren Widerstand gegen das mögliche Comeback von Nuri al-Maliki als irakischer Premierminister zum Ausdruck gebracht. Al-Maliki, der von 2006 bis 2014 zwei Amtszeiten als irakischer Führer innehatte, gilt allgemein als spaltende und kontroverse Persönlichkeit, deren sektiererische Politik und Sicherheitsmängel zum Aufstieg des IS im Land beitrugen.
Laut hochrangigen US-Beamten ist das Weiße Haus von Trump besorgt, dass die Rückkehr al-Malikis an die Macht die konfessionellen Spannungen im Land verschärfen und die in den letzten Jahren erzielten Fortschritte untergraben würde. Die Beamten, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen, betonten, dass die Regierung die mögliche Wiedereinsetzung al-Malikis als erhebliche Bedrohung für die Stabilität des Irak und den anhaltenden Kampf gegen extremistische Gruppen ansieht.
Al-Malikis Amtszeit als Premierminister war geprägt von Korruptionsvorwürfen, Menschenrechtsverletzungen und der Marginalisierung der sunnitischen Minderheit des Landes. Sein hartnäckiges Vorgehen gegenüber der sunnitischen Bevölkerung und sein Versäumnis, eine inklusive Regierung aufzubauen, werden weithin als Faktoren angesehen, die zum Aufstieg des IS im Jahr 2014 beigetragen haben, der die Kontrolle über weite Teile des irakischen Territoriums übernahm.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Quelle: Al Jazeera


