Umstrittener israelischer Minister erläutert Pläne für strenge „Todestrakt“-Politik
Israels neuer nationaler Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir löst Empörung mit Plänen zur Einrichtung eines strengen „Todestraktsystems“ für palästinensische Gefangene aus.
Itamar Ben-Gvir, Israels umstrittener neuer nationaler Sicherheitsminister, hat mit seiner jüngsten Ankündigung, in der er Pläne zur Einrichtung eines sogenannten „Todestraktsystems“ für palästinensische Gefangene detailliert darlegt, für internationalen Aufruhr gesorgt. Ben-Gvir, ein rechtsextremer Politiker, der für seine extremistischen Ansichten bekannt ist, skizzierte die Vorschläge kürzlich auf einer Pressekonferenz und beschrieb die Initiative als eine Möglichkeit, gegen den palästinensischen „Terrorismus“ vorzugehen.
Die geplante „Todestrakt“-Politik würde Berichten zufolge die Unterbringung palästinensischer Gefangener, die wegen Mords oder anderer Gewaltverbrechen verurteilt wurden, in isolierten Hochsicherheitseinrichtungen mit härteren Lebensbedingungen und restriktiveren Privilegien vorsehen. Ben-Gvir behauptete, dies würde dazu beitragen, zukünftige Angriffe „abzuschrecken“ und „israelische Bürger zu schützen“, obwohl Kritiker die Pläne als grausam, unmenschlich und einen Verstoß gegen internationale Menschenrechtsgesetze verurteilt haben.
Die Vorschläge haben bei palästinensischen Beamten, Menschenrechtsgruppen und Mitgliedern Empörung ausgelöst der internationalen Gemeinschaft. Nabil Abu Rudeineh, ein Sprecher der Palästinensischen Autonomiebehörde, verurteilte die Pläne als „rassistischen und extremistischen Schritt“, der nur zur „Eskalation der Situation“ führen würde.
Unterdessen erklärte Adalah, eine arabische Minderheitenrechtsgruppe in Israel, dass das „Todestraktsystem“ eine „schwere Verletzung der Grundrechte der Gefangenen“ darstellen würde und sogar einer „grausamen, unmenschlichen oder erniedrigenden Behandlung“ gleichkommen könnte Kritiker haben auch Bedenken geäußert, dass die „Todestrakt“-Politik die Spannungen weiter verschärfen und zu mehr Gewalt in der ohnehin schon instabilen Region führen könnte. Sami Abou Shehadeh, ein Mitglied des palästinensischen Parlaments, warnte, dass die Pläne „nur noch mehr Hass und Extremismus schüren würden“ und forderte die internationale Gemeinschaft zum Eingreifen auf.
Trotz der Gegenreaktion bleibt Ben-Gvir unbeirrt und behauptet, dass das „Todestraktsystem“ notwendig sei, um israelische Bürger zu schützen und zukünftige Angriffe abzuschrecken. Viele Experten und Menschenrechtsaktivisten argumentieren jedoch, dass solche harten und strafenden Maßnahmen eher dazu führen, dass der Kreislauf der Gewalt aufrechterhalten wird, als dass sie zu dauerhaftem Frieden und Stabilität in der Region führen.
Quelle: Al Jazeera


