Umstrittenes Pessach-Ritual löst Spannungen in der Al-Aqsa-Moschee aus

Aufnahmen zeigen israelische Gläubige, die versuchen, am sensiblen Standort der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem ein Pessach-Tieropferritual durchzuführen, was zu Spannungen mit den palästinensischen Behörden führt.
In einem Schritt, der heftige Kontroversen auslöste, wurde eine Gruppe Israelis gefilmt, die versuchte, Ziegen für ein Pessach-Opferritual auf das Gelände der Al-Aqsa-Moschee in der Altstadt von Jerusalem zu bringen. Der Vorfall, der sich während des jüdischen Pessach-Feiertags ereignete, verdeutlicht die anhaltenden Spannungen und Sensibilitäten rund um die heilige Stätte, die sowohl von Juden als auch von Muslimen verehrt wird.
Das Gelände der Al-Aqsa-Moschee, auch als Tempelberg bekannt, ist ein Ort von immenser Bedeutung sowohl für das Judentum als auch für den Islam. Es ist die heiligste Stätte des Judentums, da man annimmt, dass sich hier die alten jüdischen Tempel befanden. Für Muslime ist es der drittheiligste Ort, da hier der Prophet Muhammad in den Himmel aufgefahren sein soll.
Der Versuch, das Pessach-Opfer an diesem Ort durchzuführen, wurde von den palästinensischen Behörden sofort verurteilt, da sie es als provokativen und potenziell hetzerischen Akt betrachteten. Firas al-Dibs, ein Sprecher des islamischen Waqf, der religiösen Stiftung, die die Stätte verwaltet, erklärte, dass die Aktionen der Israelis eine „schwerwiegende Verletzung“ der Heiligkeit der Stätte und eine „Provokation gegen die Gefühle der Muslime“ seien.
Quelle: Al Jazeera


