Es kommt zu einer Kontroverse über die Rechtmäßigkeit der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran

Rechtsexperten diskutieren darüber, ob die jüngsten amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran gegen das Völkerrecht verstoßen, da weltweite Reaktionen Bedenken hinsichtlich der Aushöhlung der UN-Regeln verdeutlichen.
Die jüngsten US-israelischen Angriffe auf den Iran haben eine hitzige Debatte über die Rechtmäßigkeit solcher Aktionen nach internationalem Recht entfacht. Rechtsexperten sind sich uneinig darüber, ob die zur Rechtfertigung der Angriffe herangezogenen Selbstverteidigungsbehauptungen Bestand haben, insbesondere im Fall der Ermordung des iranischen Befehlshabers Qassem Soleimani. Die weltweiten Reaktionen auf diese Vorfälle haben auch Bedenken geweckt, dass das Völkerrecht zunehmend ausgehöhlt wird, während sich Länder in der komplexen geopolitischen Landschaft zurechtfinden.
Eine der Schlüsselfragen ist, ob die USA und Israel berechtigterweise Selbstverteidigung als Grundlage für ihre Angriffe beanspruchen können. Die USA haben argumentiert, dass Soleimani bevorstehende Angriffe gegen amerikanische Interessen plante, doch einige Rechtswissenschaftler bestreiten diese Rechtfertigung. Mary Ellen O'Connell, Professorin für internationales Recht an der Universität Notre Dame, behauptet, dass die Ermordung von Soleimani eine unrechtmäßige außergerichtliche Hinrichtung war, da er ein hochrangiger Regierungsbeamter eines souveränen Staates war.
Quelle: Deutsche Welle
