Koordinierte militante Angriffe erschüttern Malis Großstädte

Die mit Al-Qaida verbundene JNIM-Gruppe übernimmt die Verantwortung für gleichzeitige Angriffe auf den Flughafen Bamako und vier weitere malische Städte im Rahmen eines koordinierten Großangriffs.
In einer erheblichen Eskalation der Gewalt starteten islamische Militante und Separatisten am Samstag eine Reihe koordinierter Angriffe in ganz Mali, die auf die Hauptstadt des Landes und mehrere andere strategische Orte abzielten. Der Angriff stellt eine der umfangreichsten synchronisierten Operationen gegen malische zivile und militärische Infrastruktur in jüngster Zeit dar und gibt Anlass zu ernsthafter Besorgnis über die Sicherheitslage in Westafrikas unruhigem Land.
Die al-Qaida-nahe militante Gruppe JNIM hat die volle Verantwortung für die Anschläge in mehreren Städten übernommen, die den internationalen Flughafen von Bamako und vier weitere Standorte in Zentral- und Nordmali trafen. Laut Aussagen, die auf der JNIM-Website Azallaq veröffentlicht wurden, wurden die Operationen in Abstimmung mit der Azawad Liberation Front durchgeführt, einer von Tuareg geführten separatistischen Organisation, die die Unabhängigkeit der nördlichen Region Malis anstrebt.
Diese koordinierte Offensive unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen, vor denen Mali bei der Bekämpfung des wachsenden Netzwerks extremistischer und separatistischer Gruppen steht, die innerhalb seiner Grenzen operieren. Die Gleichzeitigkeit der Angriffe zeigt eine erhöhte Koordinations- und Planungsfähigkeit der militanten Fraktionen, was auf eine potenziell gefährliche Ausrichtung zuvor fragmentierter Widerstandsbewegungen schließen lässt.
Quelle: The Guardian


