Der Craft-Beer-Trend lässt nach, da US-Brauereien schließen

Die einst boomende Craft-Beer-Branche steht vor Herausforderungen, da der Abschwung durch COVID-19 und veränderte Verbrauchergewohnheiten Brauereien in den gesamten USA zur Schließung zwingen.
Die Craft-Beer-Industrie, einst ein leuchtender Stern in der Welt des Brauereis, scheint vor einem erheblichen Abschwung zu stehen, da die COVID-19-Pandemie und die veränderten Verbraucherpräferenzen Brauereien in den gesamten Vereinigten Staaten ihren Tribut fordern.
Chris Bell, ein ehemaliger Student an der University of Colorado Boulder, folgte einem gemeinsamen Weg unter denjenigen, die sich für die Craft-Beer-Bewegung interessierten. Er begann mit dem Heimbrauen und verfeinerte dann jahrelang seine Fähigkeiten bei etablierten Craft-Beer-Herstellern wie Long Trail Brewing in Vermont und Avery Brewing in Colorado, bevor er 2015 in Denver sein eigenes Unternehmen, Call to Arms Brewing Company, eröffnete.
Trotz der Herausforderungen eines überfüllten Marktes war Bells Geschäft eine Zeit lang erfolgreich. Sein Bier More Like Bore-O-Phyll gewann beim World Beer Cup 2018 sogar eine Goldmedaille in der Kategorie frisches oder nasses Hopfenbier. Eine örtliche Verkaufsstelle bezeichnete sie als eine der besten Brauereien und erhielt bei über 400 Google-Bewertungen eine Bewertung von 4,7.

Die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen wirtschaftlichen Abschwünge haben jedoch einen erheblichen Tribut von der Craft-Beer-Branche gefordert. Der reduzierte Alkoholkonsum und die Schließung von Bars und Restaurants haben viele Brauereien gezwungen, ihren Betrieb zu schließen und damit den einst boomenden Trend zu beenden.
Die Herausforderungen, vor denen die Branche steht, beschränken sich nicht nur auf die Auswirkungen der Pandemie. Veränderte Verbraucherpräferenzen, bei denen einige Trinker zu Hard Seltzer und anderen alkoholischen Getränken tendieren, haben ebenfalls zum Rückgang des Craft-Beer-Trends beigetragen.

Die Schwierigkeiten der Craft-Beer-Industrie beschränken sich nicht nur auf einzelne Unternehmen wie Call to Arms Brewing. Branchendaten zufolge erreichte die Zahl der Brauereien in den Vereinigten Staaten im Jahr 2019 mit über 8.000 ihren Höhepunkt, doch seitdem haben mehr als 1.000 ihre Türen geschlossen.
Der Niedergang der Craft-Beer-Industrie hat weitreichende Auswirkungen, nicht nur für die Unternehmen selbst, sondern auch für die Gemeinden, die diese Brauereien als Zentren wirtschaftlicher Aktivität und kultureller Identität nutzen. Da die Branche weiterhin vor Herausforderungen steht, bleibt die Zukunft der einst boomenden Craft-Beer-Bewegung ungewiss.
Quelle: The Guardian


