Krypto-Milliardär verklagt Trumps World Liberty Financial

Justin Sun reicht Klage gegen World Liberty Financial ein und wirft ihm das illegale Einfrieren von Token und die Androhung der Vernichtung seiner Bestände im Rahmen eines großen Krypto-Streits vor.
Der milliardenschwere Kryptowährungsunternehmer Justin Sun hat rechtliche Schritte gegen World Liberty Financial eingeleitet, ein Unternehmen für digitale Währungen, das von Donald Trump und seinen Söhnen mitgegründet wurde, und behauptet, das Unternehmen habe illegale Praktiken angewendet, um seine Fähigkeit zum Handel mit Token einzuschränken. Die Klage, die am Dienstag beim Bundesgericht in Kalifornien eingereicht wurde, stellt eine deutliche Eskalation der Spannungen zwischen einer der prominentesten Persönlichkeiten der Kryptoindustrie und der Blockchain-Initiative der Familie Trump dar.
Sun, der die Position des größten Investors in World Liberty beibehält, hat in seiner Klage schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen erhoben. Laut der Klagedokumentation wird World Liberty Financial vorgeworfen, heimlich technische Mechanismen implementiert zu haben, die speziell darauf ausgelegt sind, Sun daran zu hindern, seine Token-Bestände zu liquidieren, sobald sie im September 2025 aktiv handelbar wurden. Diese Aktion, so argumentiert Sun, habe sowohl vertragliche Verpflichtungen als auch Wertpapiervorschriften für den Kryptomarkt verletzt.
Über die Vorwürfe des Einfrierens von Konten hinaus enthält die Klage eine noch aggressivere Behauptung: World Liberty Financial habe gedroht, Suns gesamte Token-Bestände durch ein bekanntes Verfahren dauerhaft zu vernichten in Kryptowährungskreisen als „brennend“ bezeichnet. Eine solche Aktion würde die Token vollständig zerstören und sie unabhängig von ihrem Marktwert wertlos machen. Der besonders besorgniserregende Aspekt dieser Bedrohung besteht laut Suns Rechtsabteilung darin, dass sie sich gegen Token richtete, die sich in Suns eigener digitaler Geldbörse befanden – Vermögenswerte, die er theoretisch vollständig besaß.
Quelle: The Guardian


