DACA-Empfänger werden nach neuer Richtlinie leichter abgeschoben

Die Entscheidung des Justizministeriums erleichtert die Abschiebung von DACA-Statusinhabern. Das Berufungsgericht der Einwanderungsbehörde hebt die Entscheidung des Richters in einem bahnbrechenden Fall auf, der Hunderttausende betrifft.
In einer bedeutenden Entwicklung, die Hunderttausende Einwanderer betrifft, hat das Justizministerium Maßnahmen ergriffen, die die Abschiebung von Personen mit DACA-Status aus den Vereinigten Staaten erheblich erleichtern. Die Entscheidung ging aus einem Urteil eines Berufungsgerichts für Einwanderungsgerichte hervor, das die Entscheidung eines Richters der unteren Instanz aufhob, was einen bemerkenswerten Wandel in der Politik zur Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen gemäß den aktuellen Verwaltungsrichtlinien darstellte.
Der fragliche Fall drehte sich um Catalina „Xóchitl“ Santiago, eine DACA-Empfängerin, gegen die ein Abschiebungsverfahren eingeleitet wurde. Drei Berufungsrichter für Einwanderungsfragen, die über das Board of Immigration Appeals – ein innerhalb der Struktur des Justizministeriums angesiedeltes Verwaltungsgericht – handelten, stellten sich auf die Seite der Anwälte des Department of Homeland Security, die gegen eine frühere Entscheidung des Einwanderungsrichters Michael Pleters Berufung eingelegt hatten. Pleters hatte das Abschiebeverfahren gegen Santiago ursprünglich eingestellt, aber die Entscheidung des Berufungsgerichts, diese Entscheidung aufzuheben, hat weitreichendere Auswirkungen auf die Einwanderergemeinschaft.
Das Urteil stellt einen kritischen Punkt in der Art und Weise dar, wie das Einwanderungsbeschwerdeverfahren Fälle behandelt, an denen DACA-Begünstigte beteiligt sind. DACA, das Deferred Action for Childhood Arrivals-Programm, hat etwa 600.000 Personen, die als Kinder in die Vereinigten Staaten gebracht wurden, vorübergehenden Schutz vor Abschiebung gewährt. Diese Personen konnten seit der Einrichtung des Programms im Jahr 2012 legal arbeiten und in relativer Sicherheit leben, obwohl das Programm während seiner gesamten Laufzeit Gegenstand intensiver politischer Debatten blieb.
Die Auswirkungen dieser Entscheidung gehen weit über den Fall Santiago selbst hinaus. Rechtsexperten und Interessengruppen von Einwanderern haben Bedenken geäußert, dass der vom Berufungsgericht geschaffene neue Präzedenzfall die Landschaft der Abschiebungsverfahren für DACA-Inhaber im ganzen Land grundlegend verändern könnte. Was zuvor als Schutzstatus galt, der die Empfänger vor der Abschiebung schützte, steht nun vor rechtlichen Herausforderungen, die diesen Schutz in der Praxis untergraben könnten.
Quelle: NPR


