De La Hoya warnt davor, dass Änderungen des Ali-Gesetzes Boxern schaden könnten

Oscar De La Hoya und seine Kämpfer sagen gegen die vorgeschlagene Überarbeitung des Ali Act aus, die die Boxkontrolle zentralisieren und den Einfluss und die Rechte der Kämpfer bei der Anhörung im Senat gefährden könnte.
Eine entscheidende Anhörung im Senat am Mittwoch brachte grundlegende Meinungsverschiedenheiten über die Zukunft des Profiboxens ans Licht. Veteranen wie Oscar De La Hoya äußerten ernsthafte Bedenken hinsichtlich der vorgeschlagenen Änderungen des Ali Act und seiner möglichen Auswirkungen auf den Schutz der Kämpfer. Die Anhörung markierte einen kritischen Zeitpunkt für den Sport, an dem konkurrierende Visionen für die Governance-Struktur des Boxsports die Art und Weise verändern könnten, wie Kämpfer Verträge aushandeln, Gegner auswählen und die Kontrolle über ihre Karrieren behalten. Auf der einen Seite argumentierten etablierte Boxpersönlichkeiten leidenschaftlich, dass Änderungen an der bahnbrechenden Gesetzgebung die Autonomie der Kämpfer einschränken würden, während auf der anderen Seite Befürworter, die von den Interessen der Ultimate Fighting Championship unterstützt wurden, auf ein zentralisiertes Regulierungsmodell drängten, von dem sie behaupteten, dass es den Sport modernisieren würde.
Die Aussage offenbarte tiefe Bedenken hinsichtlich der Konsolidierung der zersplitterten Führungsstruktur des Boxsports in einem einheitlichen System. Kritiker der vorgeschlagenen Überarbeitung betonten, dass der derzeitige Rahmen des Boxsports mit mehreren Sanktionsgremien zwar kompliziert ist, den Kämpfern jedoch Wettbewerbsalternativen und Verhandlungsspielraum bietet. Profiboxer Nico Ali Walsh brachte diese Besorgnis gegenüber den Gesetzgebern eindringlich zum Ausdruck, indem er erklärte: „Wenn ein System den Zugang kontrolliert, wird die Wahl zur Theorie und nicht zur Realität. Wenn das passiert, kämpft man, gegen wen man kämpfen soll, oder man kämpft überhaupt nicht.“ Diese Warnung unterstrich die existenziellen Risiken für Boxer, die darauf angewiesen sind, mehrere Wege zu lukrativen Kämpfen und Meisterschaftschancen zu haben.
Die Anhörung im Senat verdeutlichte eine grundlegende Spannung bei den Reformbemühungen im Boxsport. Befürworter des zentralisierten Modells argumentieren, dass vereinheitlichte Boxverbände Entlassungen beseitigen, die Investitionen in den Sport erhöhen und ein professionelleres Regulierungsumfeld schaffen würden, das mit anderen großen Sportarten vergleichbar wäre. Sie behaupten, dass das derzeitige zersplitterte System des Boxsports – mit mehreren Sanktionsorganisationen, die konkurrierende Titel und Ranglisten vergeben – die Fans verwirrt, das Fernsehpublikum fragmentiert und Unternehmensinvestitionen abhält. Diese Befürworter schlagen vor, dass eine Straffung der Governance die Gesamteinnahmen steigern könnte, was der Infrastruktur des Sports zugutekäme und möglicherweise gleichzeitig die Geldmittel für Spitzenkämpfer erhöhen könnte.
Quelle: The Guardian


