Ausgezeichneter australischer Soldat wegen Ermittlungen zu Kriegsverbrechen in Afghanistan angeklagt

Dem ehemaligen australischen Soldaten Ben Roberts-Smith droht eine Verhaftung wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen während seines Dienstes in Afghanistan. Der aufsehenerregende Fall wirft Fragen zur militärischen Rechenschaftspflicht auf.
In einer überraschenden Wendung haben die australischen Behörden den ehemaligen Soldaten Ben Roberts-Smith wegen des Verdachts der Begehung von Kriegsverbrechen während seines Dienstes in Afghanistan festgenommen. Der ausgezeichnete Veteran, der einst als Nationalheld gefeiert wurde, steht nun im Mittelpunkt einer weitreichenden Untersuchung der mutmaßlichen Morde an unbewaffneten afghanischen Zivilisten.
Die Verhaftung erfolgte, nachdem Roberts-Smith ein hochkarätiges Verleumdungsverfahren gegen Journalisten verloren hatte, die über seine Beteiligung an der Ermordung mehrerer afghanischer Männer berichtet hatten. Trotz seines ausgezeichneten Militärdienstes, zu dem auch die Verleihung des Victoria-Kreuzes gehörte, Australiens höchster Tapferkeitsauszeichnung, steht dem 43-Jährigen nun ein langwieriger Rechtsstreit bevor, um seinen Namen reinzuwaschen.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Quelle: Al Jazeera


