Demokraten fordern FCC-Vorsitzenden wegen ABC-Lizenzverfügung heraus

Die Demokraten im Senat fordern den FCC-Vorsitzenden Brendan Carr, die Anordnung aufzuheben, die ABC verpflichtet, die Lizenzen vorzeitig zu verlängern. Für acht Stationen gelten beschleunigte Verlängerungsfristen.
Eine Koalition prominenter Senatsdemokraten hat die jüngste Regulierungsmaßnahme der Federal Communications Commission gegen ABC offiziell angefochten und am Donnerstag einen offiziellen Brief an den FCC-Vorsitzenden Brendan Carr geschickt, in dem er ihn dazu auffordert, in einer umstrittenen Lizenzvergabe den Kurs zu ändern. Der Brief stellt eine deutliche Eskalation der Spannungen zwischen demokratischen Gesetzgebern und der Trump-nahen Bundeskommunikationsbehörde dar und verdeutlicht die zunehmende Besorgnis über mögliche politische Beweggründe hinter Regulierungsentscheidungen, die große Medienunternehmen betreffen.
Die fragliche Anordnung, die nur wenige Tage zuvor von der FCC erlassen wurde, verlangt von ABC, frühzeitig Anträge auf Erneuerung der Fernsehlizenz einzureichen, was den Compliance-Zeitplan des Senders grundlegend ändert. Diese Richtlinie stellt einen ungewöhnlichen und aggressiven Schritt der Bundesregulierungsbehörde dar, da die Erneuerung der acht ABC-eigenen Senderlizenzen erst zu deutlich späteren Terminen, nämlich frühestens bzw. spätestens 2028 bis 2031, geplant war. Indem die FCC vorschreibt, dass Verlängerungsanträge bis Ende Mai eingereicht werden müssen, hat sie den normalerweise mehrjährigen Zeitrahmen auf nur wenige Wochen verkürzt.
Das Eingreifen der demokratischen Senatoren signalisiert eine wachsende Besorgnis innerhalb der Partei über das, was sie als politisch motivierte Regulierungsüberschreitung wahrnehmen. In dem Brief, der am Donnerstag zugestellt wurde, wird Carr ausdrücklich aufgefordert, die beschleunigte Erneuerungsanordnung aufzuheben, und argumentiert, dass eine solche Maßnahme eine beispiellose Abweichung von den standardmäßigen FCC-Lizenzierungsverfahren darstelle. Die Gesetzgeber machen geltend, dass die dramatische Verkürzung der Verlängerungsfristen eine unangemessene Belastung für das Netzwerk darstellt und möglicherweise eine missbräuchliche Ausübung der Regulierungsbefugnis darstellt.
Quelle: The Guardian


