In unbekannte Länder deportiert: Die erschütternde Reise des kambodschanischen Mannes

Ein aus den USA abgeschobener Kambodschaner landete schließlich in Eswatini, einem Land, über das er wenig wusste. Seine Geschichte beleuchtet die Kämpfe von Abgeschobenen, die mit unbekannten Rechtssystemen konfrontiert sind.
Pheap Rom, ein von den USA abgeschobener Kambodschaner, sagt, er hätte die Abschiebung nach Kambodscha akzeptiert, wurde dann aber in Eswatini inhaftiert, einem kleinen Land im Süden Afrikas, von dem er fast nichts wusste. Rom, der wegen versuchten Mordes verurteilt worden war, war einer von 15 Abgeschobenen, die die USA im Jahr 2025 nach Eswatini schickten, und schloss sich einer Gruppe von fünf Männern aus anderen Ländern an, die Anfang des Jahres dorthin abgeschoben wurden.
Als Rom zum ersten Mal den Namen Eswatini las, dachte er, es handele sich um ein anderes Einwanderungsgefängnis in Louisiana. Die Realität war viel härter: Alle 15 Deportierten wurden in ein Hochsicherheitsgefängnis im afrikanischen Königreich gebracht, obwohl sie ihre Haftstrafen in den USA verbüßt hatten.

Das Schicksal dieser Abgeschobenen wirft ein Licht auf die komplexen und oft unfairen rechtlichen Prozesse rund um die Abschiebung. Rom und die anderen mussten sich in einem völlig fremden Rechtssystem zurechtfinden und hatten kaum Unterstützung oder Verständnis für ihre Rechte. Dieser Fall unterstreicht die Notwendigkeit einer größeren Transparenz und eines ordnungsgemäßen Prozesses im Abschiebungsverfahren, um sicherzustellen, dass Personen wie Pheap Rom fair behandelt werden und keiner weiteren Bestrafung unterliegen.
Im März wurde Rom schließlich von Eswatini nach Kambodscha, seinem Herkunftsland, abgeschoben. Seine Erfahrung unterstreicht jedoch die erheblichen Herausforderungen, mit denen Abgeschobene konfrontiert sind, die sich in unbekannten Gebieten befinden und oft keinen Zugang zu rechtlicher Vertretung oder Unterstützungssystemen haben. Die Entscheidung der US-Regierung, diese Personen nach Eswatini zu schicken, einem Land mit begrenzten Ressourcen und Kapazitäten zur Bearbeitung solcher Fälle, wurde von Menschenrechtsgruppen und Rechtsexperten vielfach kritisiert.
Während die Debatte über Einwanderungs- und Abschiebepolitik weitergeht, erinnern Geschichten wie die von Pheap Rom an die menschlichen Kosten dieser Entscheidungen. Abgeschobene verdienen ein ordnungsgemäßes Verfahren und eine faire Chance auf Wiedereingliederung in ihre Gemeinschaften, sei es in ihrem Herkunftsland oder einem Drittstaat. Die USA und andere Länder müssen die Auswirkungen ihrer Abschiebungspraktiken sorgfältig abwägen und sich dafür einsetzen, dass Personen wie Rom nicht weiteren Härten und Ungerechtigkeiten ausgesetzt werden.
Insgesamt unterstreicht die Erfahrung von Pheap Rom die Notwendigkeit einer größeren Transparenz, Rechenschaftspflicht und Achtung der Menschenrechte im Abschiebeprozess. Indem er diese Themen beleuchtet, kann seine Geschichte dazu beitragen, sinnvolle Reformen und Verbesserungen des Systems voranzutreiben und sicherzustellen, dass Abgeschobene mit Würde und Fairness behandelt werden.


