Duolingo-Mitbegründer fordert die Abschaffung der Blockchain

Duolingo-Mitbegründer Luis von Ahn argumentiert, dass die Blockchain eine unnötige und problematische Technologie sei, die abgeschafft werden sollte. Er erläutert seine kontroverse Haltung.
Duolingo-Mitbegründer Luis von Ahn sorgt mit seiner provokativen Haltung zur Blockchain für Aufsehen in der Tech-Welt. In einer Reihe von Interviews hat von Ahn offen die Abschaffung der Blockchain gefordert und argumentiert, dass es sich um eine unnötige und problematische Technologie handelt, die mehr schadet als nützt.
Von Ahns Kritik an der Blockchain beruht auf seiner Überzeugung, dass es sich dabei um eine ineffiziente und energieintensive Lösung für Probleme handelt, die mit herkömmlichen Methoden effektiver gelöst werden können. „Die Blockchain wird oft als revolutionäre Technologie angepriesen, aber in Wirklichkeit ist sie nur eine übermäßig komplizierte Möglichkeit, Dinge zu tun, die wir seit Jahrzehnten tun können“, erklärt er. „Es ist eine Lösung auf der Suche nach einem Problem.“
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Eines von Ahns Hauptanliegen sind die Umweltauswirkungen der Blockchain, die seiner Meinung nach „erschütternd“ sind. Der energieintensive Prozess des Minings und der Überprüfung von Transaktionen auf der Blockchain trage seiner Ansicht nach in erheblichem Maße zur globalen Klimakrise bei.
„Wir sprechen hier von dem Äquivalent des Energieverbrauchs ganzer Länder, der für die Führung dieser verteilten Hauptbücher aufgewendet wird“, sagt von Ahn. „Es ist eine Umweltkatastrophe, die darauf wartet, passiert zu werden, und wir müssen ihr Einhalt gebieten, bevor es zu spät ist.“
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}Von Ahn kritisiert auch die Art und Weise, wie die Blockchain genutzt wird, um das Wachstum von Kryptowährungen und nicht fungiblen Token (NFTs) zu fördern, die er als spekulative und potenziell schädliche Investitionen ansieht. „Das sind nur Pläne, um schnell reich zu werden, die sich als innovative Technologien tarnen“, sagt er. „Sie tragen zur wachsenden Vermögensungleichheit in unserer Gesellschaft bei und müssen eingedämmt werden.“
Trotz der Gegenreaktionen der Blockchain-Community bleibt von Ahn standhaft bei seinen Überzeugungen. Er glaubt, dass die Welt ohne die Blockchain besser dran wäre und dass die Ressourcen und die Energie, die derzeit für ihre Wartung aufgewendet werden, viel produktiver und vorteilhafter genutzt werden könnten.
{{IMAGE_PLACEHOLDER}}„Letztendlich ist die Blockchain nur eine schicke Datenbank“, sagt von Ahn. „Wir haben viele andere Möglichkeiten, Daten sicher zu speichern und zu übertragen, und dafür brauchen wir diese energiefressende, spekulative Technologie nicht. Es ist an der Zeit, der Blockchain den Stecker zu ziehen und zu praktischeren und nachhaltigeren Lösungen überzugehen.“
Von Ahns Kommentare haben eine hitzige Debatte in der Tech-Community ausgelöst, und viele Blockchain-Enthusiasten wehrten sich gegen seine Kritik. Von Ahn lässt sich jedoch nicht beirren und setzt sich dafür ein, seine Plattform zu nutzen, um das Bewusstsein für die Gefahren der Blockchain zu schärfen und sich für deren Abschaffung einzusetzen.
Quelle: Wired


