Ecuadors hartes Vorgehen gegen Kriminalität: 28 % Rückgang bei Mordfällen aufgrund von Bedenken

Ecuadors Präsident hat eine harte Kampagne zur Verbrechensbekämpfung gestartet, die zu einem Rückgang der Morde um 28 % geführt hat. Kritiker äußern jedoch Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte und der militärischen Beteiligung.
Ecuadors Regierung feiert einen Rückgang der Morde um 28 % im vergangenen Jahr und rühmt damit den Erfolg der aggressiven Kampagne von Präsident Daniel Noboa gegen lokale kriminelle Netzwerke. Allerdings hat das Vorgehen bei Menschenrechtsgruppen und internationalen Beobachtern auch Bedenken hinsichtlich der Möglichkeit eines Machtmissbrauchs und einer militärischen Beteiligung an der inländischen Polizeiarbeit geweckt.
Noboa, der sein Amt im Jahr 2021 antrat, hat die Kriminalitätsbekämpfung zu einer obersten Priorität gemacht und sich dabei auf die Zerschlagung der mächtigen Drogenhandelsorganisationen und Straßenbanden des Landes konzentriert. Seine Regierung hat eine Reihe hochkarätiger Militäroperationen gestartet, die oft in Abstimmung mit den US-Bemühungen zur Drogenbekämpfung durchgeführt werden, um mutmaßliche Verstecke von Kriminellen ins Visier zu nehmen und Tonnen illegaler Drogen zu beschlagnahmen.
Die Ergebnisse waren Regierungsangaben zufolge signifikant. Im ersten Jahr der Amtszeit von Noboa verzeichnete das Land 2.352 Morde, gegenüber 3.290 im Vorjahr – ein Rückgang um 28 %. Beamte führen den Rückgang auf das Vorgehen zurück, bei dem Hunderte mutmaßliche Bandenmitglieder festgenommen und große Waffen- und Drogenlager beschlagnahmt wurden.
Quelle: Al Jazeera


